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Gelungene 1. Mai-Veranstaltungen im Jahr 2012 beim Volkhaus Wörgl

Viele Freunde und SympathisantInnen der SPÖ Ortsgruppe Wörgl fanden sich am 30. April und am 1. Mai bei herrlichem Wetter zum Maibaum-Aufrichten und den Feierlichkeiten des Tages der Arbeit auf dem Grund um das gerade in Sanierung befindliche Volkshaus ein.

Am 30.4. um 16.00 Uhr konnte bereits ein pfeilgerader, über 30m hoher Maibaum bewundert werden, nachdem SPÖ-Bezirksgeschäftsführer in Ruhe Elmar Fuchs es sich nicht nehmen ließ, beim Schäften und Kränze-Binden kräftig anzupacken. Sodann wagten sich auch Bgm. Hedi Wechner und Parteivorsitzender Christian Pumpfer in die Höhe, um die "Hoch 1. Mail"-Tafel am Stamm zu befestigen. Unter den Zuschauern gesichtet: Bezirksobmann NR Josef Auer und Peter Valeruz, Finanzreferent der Nachbargemeinde Kirchbichl. Die SPÖ-Ortsgruppe Wörgl dankt Andreas Lenk, Bauer und ehemals Wirt zur „Neuen Post“, für den edlen Baum, der Firma Felbermayr, der Wörgler Feuerwehr und allen HelferInnen!

Natürlich durften auch die zwei Märsche jener Partie der Musikkapelle Wörgl nicht fehlen, die auf ihrem Weg durch die Stadt jedes Jahr beim Volkshaus Halt macht. Bei schmackhaftem Grillfleisch, Karin Holzers herrlichem Kuchen und dem einen oder anderen Bier wurde dann bis in die frühen Morgenstunden durchgehend gefeiert. Leider konnte eine in Windeseile durchgeführte Kettensägen-Attacke auf den stolzen Maibaum kurz nach 4.00 Uhr früh von den beiden Bewachern Florian Riedl und Bastian Wiedl diesmal nicht zur Gänze abgewehrt werden – Nun trägt der Stamm eine kleine Scharte, der Täter konnte ungestraft entfliehen.

Großen Anklang fand am Folgetag die Tombola, auch das Spielfest der Kinderfreunde löste Begeisterung bei den zahlreich anwesenden Familien aus – Und wohl auch bei LR Gerhard Reheis, der sich gemeinsam mit Bgm. Hedi Wechner mit einem roten Gummitier ablichten ließ. Die beiden Musikanten vom Schatzberg Duo ließen sich auch von einem kurzen Regenschauer, der das Kaiserwetter unterbrach, nicht beeindrucken und setzten ihre Show sogleich fort. Dank und Anerkennung gilt den Brucknerstüberl-Wirtsleuten Milanka und Ziko Gagic und ihrem Gastro-Team, die das Fest anlässlich des Tages der Arbeit auf gewohnt professionelle Weise durchführten.

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Parksituation in der Bahnhofstraße

Wenn man sich bei den Bürgern umhört, wird schnell klar, dass sich derzeit keine allzu zufriedenstellende Situation darstellt und dass häufig der Wunsch nach mehr Parkflächen und Gratisparken in der Bahnhofstraße geäußert wird. Dazu ist zu sagen, dass die tatsächliche Situation sehr vielen nicht ausreichend bekannt ist, denn direkt neben der Bahnhofstraße befinden sich genügend Parkmöglichkeiten: Die Tiefgaragen beim City Center, beim Gesundheitszentrum, beim Albert-Park und hinter dem Sun-Tower (Fussl). Die meisten werden leider so gut wie gar nicht genützt, obwohl sie keine zwei Minuten von der Bahnhofstraße entfernt liegen und größtenteils auch eine Stunde Gratisparken anbieten. Das Problem liegt vorwiegend in der mangelnden Öffentlichmachung dieser Parkmöglichkeiten.

Die treibenden Kräfte in Sachen Marketing in Wörgl arbeiten aber bereits an einem Konzept für ein umfassendes Parkleitsystem, damit sich die Situation in der Bahnhofstraße verbessert. Im Verkehrsausschuss wird dzt. über die Einführung einer Stunde Gratisparken in der Bahnhofstraße diskutiert. Ich persönlich bin der Meinung, dass es das Ziel sein sollte, die Bahnhofstraße weitgehend von Autos freizuhalten, indem durch Gespräche mit den Eigentümern eine Verlängerung des Gratisparkens in den genannten Tiefgaragen erzielt wird.

Die Parkplätze in der Bahnhofstraße sollten nur als Kurzparkzonen genützt werden, um für Bewegung zu sorgen oder auch um Eltern mit Kleinkindern das Einkaufen zu erleichtern. Deshalb hatte die SPÖ Wörgl den Vorschlag eingebracht, speziell Müttern mit Kleinkindern eine Stunde Gratisparken zu ermöglichen. Dies ist zwar seitens des Landes in dieser Form nicht möglich, wir werden uns aber weiterhin dafür einsetzen, dass dieses Angebot an Jungfamilien sowie die zuvor genannten Änderungsansätze umgesetzt werden und eine befriedigende Parksituation in der Bahnhofstraße entsteht.

Andreas Kovacevic


Einsatz bei der Aktion Sauberes Wörgl 2012

Am Samstag, den 21. April, war unter den vielen Vereinen,Schulklassen und Privatpersonen auch wieder eine starke Abordnung der Wörgler SozialdemokratInnen beim "Frühjahrsputz" der Stadt vertreten.

Dabei ging dem SPÖ-Team mit GR Christian Pumpfer, GR Christian Kovacevic, Lois Tiso, Andi & Viki Kovacevic und Bastian Wiedl wieder eine eine reiche Schar tatkräftiger Burschen (im Bild von links: Martin, Mio, Isaak, "Jungfeuerwehrmann" Andreas, Marcello und Sandro) zur Hand, die nach getaner Arbeit im Feuerwehrhaus ihr Würstel und Getränk genießen konnten. Vielen Dank an alle HelferInnen und natürlich an die Verantwortlichen von Stadtamt und Stadtfeuerwehr!

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Trotz Sparbudget - Soziale Versorgung noch gewährleistet?

Wörgl hat in den letzten Jahren voll auf Wachstum gesetzt. Mit unserer Bezirkshauptstadt entwickelte sich ein regelrechter Kampf darum, welche die Handelsstadt Nummer 1 im Unterland ist. Eine Folge dieses Wirtschaftswachstums war ein enormer Zuzug und eine Erhöhung der Bevölkerungszahl. Über die notwendige Infrastruktur hat man sich jedoch zu wenig Gedanken gemacht und es wurde eindeutig zu wenig getan.

Dass wir dringend ein größeres Feuerwehrhaus benötigen, ist nunmehr jahrelang bekannt und es wurde auch immer wieder versprochen, dieses zu errichten. Im Bereich Seniorenheim konnte man sich durch Umstrukturierungen ein wenig Luft verschaffen. Doch müsste auch in diesem Bereich zwischen 2015 und 2016 angebaut werden. Die Musikschule ist ebenfalls in die Jahre gekommen und auch hier steht eine Renovierung bzw. ein Umbau an. Anhand der nunmehr erhobenen Geburtenzahlen für Wörgl wurde festgestellt, dass auch im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen enormer Handlungsbedarf besteht. Um allen Kindern in Zukunft einen Zugang in die Einrichtungen zu gewähren, sind auch hier Budgetmittel in die Hand zu nehmen.

Wie bereits bekannt, ist das Budget 2012 ein fast von allen Fraktionen mitgetragener Kompromiss. Es wurden in stundenlangen Sitzungen Budgetposten durchleuchtet und auf etwaige Einsparungspotenziale untersucht. Bei diesem so genannten „Sparbudget“ war natürlich kein Platz für große Neubauten. Um die oben angeführten, sehr wichtigen und dringenden Aufgaben bewältigen zu können, benötigt es in den nächsten Jahren größte Haushaltsdisziplin und Einigkeit im Gemeinderat. Hierbei ist es wichtig, dass sich jede Fraktion einbringt und ohne politisches Hickhack auskommt. Nur so wird es möglich sein, unserer sozialen Verantwortung nachzukommen und die soziale Versorgung auch in Zukunft bestmöglich zu gewährleisten.

GR Christian Pumpfer


Die SPÖ Wörgl trauert um Pepi Winkler

Am 8. März 2012 verstarb Josef Winkler, der das öffentliche Leben in Wörgl über lange Jahre maßgeblich mitgestaltete, im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit.

Geboren am 16.09.1937, besuchte Josef Winkler die Pflichtschule in Wörgl und erlernte zunächst das Mechaniker-Handwerk. Nach Ableistung des Präsenzdienstes nahm er die Beschäftigung bei den Jenbacher Werken auf, wo er zum Schlosser ausgebildet wurde. Dort war Josef Winkler 41 Jahre lang im Bereich Lok- und Wagenbau tätig, davon 18 Jahre als Betriebsrat und Vertrauensmann.

Von 1986 bis 1998 engagierte sich Josef Winkler für die SPÖ - vor allem aber für die Wörgler Bevölkerung - im Gemeinderat, unter anderem als Personalreferent und stellvertretender Vorsitzender des Sozialausschusses. Zudem setzte sich der Ehrenzeichenträger der Stadt Wörgl, der zeitlebens ein fleißiger und zupackender Mann war, jahrelang als Vorstand des Gesundheits- und Sozialsprengels, Obmann des Pensionistenverbandes sowie Vorsitzender des Seniorenrates mit großer Hingabe für die Belange der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Bis zuletzt stand er seiner Partei und dem Verein Volkshaus stets mit Rat und Tat zur Seite.

Unsere Anteilnahme gilt besonders seiner Witwe Helga und seiner Familie. Pepi, der aufgrund seiner Nächstenliebe, seiner Tatkraft und seines Humors allseits beliebt war, wird uns sehr fehlen. Seine Werte werden Maßstab für die Zukunft sein.


Breitensport oder Spitzensport - Wer macht das Rennen in Wörgl?

Sollten die Wörgler Grünen bei der Auswahl dieses Themas an die viel diskutierte Langlaufloipe im Bereich Winkl gedacht haben, so sei gesagt, dass es um diese ehemalige Loipe natürlich sehr schade ist, allerdings nach heutigem Stand der Dinge eine professionelle Errichtung und Instandhaltung finanziell nicht zu rechtfertigen ist. Bestimmt wollen einige WörglerInnen gerne auf dieser Loipe laufen. Die dafür benötigten Kosten sind allerdings in Relation zur Inanspruchnahme zu hoch.

Gleiches Schicksal ereilte auch den bisherigen Eislaufplatz, der aufgrund von Kosteneinsparungen geschlossen werden musste. Diesbezüglich bin ich jedoch überzeugt davon, dass die Gemeinde (Sportausschuss) bis zum nächsten Winter an einer befriedigenden Lösung basteln wird. Denn eine Stadt wie Wörgl sollte wirklich nicht ohne Eislaufplatz dastehen!

Zur aktuellen Finanznot mag mitunter auch beigetragen haben, dass man in vergangenen Jahren nicht immer sehr sparsam war und großzügige, kostspielige Sportanlagen errichten ließ. Natürlich brauchen Vereine Sportstätten und die nötige Ausrüstung zur Ausübung ihres Sportes und der ehrenamtlichen Nachwuchsarbeit. Dabei kommt es aber, wie so oft in einer Kommune, auf die richtige Verteilung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel an. Es soll nicht sein, dass einige wenige Vereinsmitglieder in den Genuss von hochmodernen Sportanlagen kommen, während HobbysportlerInnen auf die Ausübung ihrer Freizeittätigkeit verzichten müssen. Genauso bedenklich ist es aber auch, Investitionen in Sportvorkehrungen zu tätigen, die nur von wenigen BürgerInnen in Anspruch genommen werden.

Ob Spitzen- oder Breitensport – wer das Rennen derzeit bestimmt nicht macht, sind die Jugendlichen. Denn obwohl viel Geld in diverse allgemeine Anlagen investiert wurde, dürfen diese nicht oder nur gegen Bezahlung genutzt werden. Darin sehe ich auch mehr Handlungsbedarf als bei einer Langlaufloipe.

GR Christian Kovacevic


3 Fragen an Christian Pumpfer, SPÖ-Familienreferent Wörgl

"Ein Rückschritt in der Familienpolitik"

Christian Pumpfer wehrt sich gegen den Antrag seines Ausschusses für Gesundheit und Familie, laut dem nur mehr Kinder ab zwei Jahren einen Betreuungsplatz in Wörgl bekommen sollen.

1 Wie bewerten Sie den Antrag?

Das ist ein Rückschritt in der Familienpolitik. Eltern, die arbeiten müssen, brauchen einen Betreuungsplatz. Außerdem ist der soziale Kontakt für Kinder wichtig.

2 Bei der Zuteilung der Plätze sollen laut Antrag künftig berufstätige Eltern bevorzugt werden, wie kommentieren Sie diese Maßnahme?

Was heißt dabei berufstätig? Ist das jemand, der einmal die Woche arbeiten geht, halbtags beschäftigt ist oder ganztags? Das wurde vom Ausschuss überhaupt nicht definiert.

3 Was ist die Alternative zur Anbebung des Alters der Kinder?

Der Bau von Kinderbetreuungsplätzen. Wenn wir uns mit der Nordtangente eine Zwölf-Millionen-Euro-Straße leisten, müssen wir auch für unsere Kinder das Geld haben.

Das Interview führte Wolfgang Otter

Quelle: Tiroler Tageszeitung, Mittwoch 22. Februar 2012, 68. Jahrgang, Nummer 53-KU, S. 37


Rede von Hedi Wechner anlässlich des Februar-Gedenkens 2012

Während meines Geschichtsunterrichts, einer nach Jahreszahlen zusammengefassten Katastrophenchronik der Menschheit, gewürzt mit Lebensläufen oft fragwürdiger Menschenschlächter, denen man – warum auch immer, den Beinamen „der Große“ verliehen hatte, geniale Erfindungen wurden ebenso nur gestreift oder gar ausgeblendet wie soziale Errungenschaften, erfuhr ich über den Bürgerkrieg des Jahres 1934 wenig. Dass er nicht wie ein Unwetter über Österreich hereingebrochen, sondern der Höhepunkte einer langen Entwicklung war, wurde mir erst viel später bewusst.

Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, dass meine Ausführungen nicht den Umfang haben können, den die Sache verdiente und Fakten zum Teil nur verkürzt wiedergegeben werden müssen, da der Zeitrahmen sonst gesprengt würde. Ich werde auf den Bürgerkrieg in Tirol kurz eingehen und versuchen, die Vorfälle in Wörgl unter Zugrundelegung eines Sicherheitsberichts an die Generaldirektion für öffentliche Sicherheit vom 27.04.1934 zu dokumentieren.

In Tirol trug auch die katholische Kirche nicht unerheblich zur Verschärfung des politischen Klimas bei, wie der Hirtenbrief des Generalvikars von Innsbruck-Feldkirch Sigismund Waitz vor den Parlamentswahlen 1927 beweist, in dem zu lesen stand: „Es wird ein Entscheidungskampf sein zwischen Christentum und Glaubensfeindschaft in Österreich“ Die Sozialdemokratie bezeichnete er als „religionsfeindliche Partei“ und setzte damit vor allem die katholischen Arbeiter unter Druck.

Erst Kardinal Franz König hat am 10.02.1984 ein Schuldbekenntnis der Kirche an die Opfer des Faschismus abgelegt und sich entschuldigt. „In diesem Rückblick auf die Zeit von 1934 bekennt die Kirche ihren Anteil an der Schuld unserer Vorfahren und muss dafür um Vergebung bitten“ So seine Worte.

Es ging damals um viel mehr als um parteipolitische Differenzen zwischen den Christlichsozialen und den Sozialdemokraten und deren paramilitärischen Wehrverbänden „Heim(at)wehr“ und dem „Republikanischen Schutzbund“, tiefe ideologische Gräben trennten beide. Im Korneuburger Eid hatte die Heimwehr sich einer Abkehr von der Demokratie westlicher Prägung verschworen: „Wir verwerfen den westlich-demokratischen Parlamentarismus und den Parteienstaat!" Die Heimwehr trat für eine ständische Staatsgliederung ein. Der Republikanische Schutzbund hatte sich zum Ziel gesetzt: „… die Arbeiterklasse vor den Gewalttaten des Monarchismus und des Faschismus zu bewahren, die Demokratie zu verteidigen und die Republik zu beschützen“.

Die Tiroler Heimwehr schloss sich immer enger an den italienischen Faschismus an, während die Tiroler Sozialdemokraten engen Kontakt zu den bayrischen Sozialdemokraten pflegten.

Am 16. März 1933 wurde in Tirol die Landesorganisation des Republikanischen Schutzbundes aufgelöst, Ende März 1933 wurde der Republikanische Schutzbund verboten.

Eine katastrophale Maßnahme angesichts der drohenden nationalsozialistischen Gefahr, denn ein gemeinsamer Abwehrkampf hätte dem Widerstand gegen Hitler das nötige Gewicht geben können.

Die Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten mit dem illegal weiter operierenden Schutzbund einerseits und den Christlichsozialen mit den austrofaschistischen Heimwehren andererseits fanden am 12.Feber 1934 ihren Höhepunkt in der provokatorischen Durchsuchung des Linzer Arbeiterheims durch die Polizei. Der Republikanische Schutzbund leistete bewaffneten Widerstand, der durch Regierungstruppen blutig niedergeschlagen wurde, Heimwehr und Polizei. (Die Zerschlagung der österreichischen Arbeiterbewegung war eine von Mussolini verlangte Voraussetzung für eine enge Zusammenarbeit mit Italien!)

Fast 200 Schutzbündler wurden in der Folge getötet, mehr als 300 schwer verletzt, alle Institutionen der Arbeiterbewegung wurden zerschlagen, neun Führer des Aufstandes hingerichtet (Georg Weissel, Koloman Wallisch und Karl Münichreiter) Erst der Einspruch ausländischer Regierungen machte den Hinrichtungen ein Ende. Julius Deutsch, Otto Bauer und Richard Bernaschek flohen in die Tschechoslowakei.

In Tirol wurde am 13.Feber 1934 gekämpft. Hier lieferten entschlossene Schutzbündler in Wörgl, Kirchbichl und Häring dem Bundesheer, der Polizei und der Heimwehr Feuergefechte. Es gab Verwundete und es folgten Verhaftungen. Die roten „Rädelsführer“ Johann Lenk (Wörgl), Johann Oberhofer (Häring) und Johann Astl (Kirchbichl) wurden vom Tiroler Landesgericht zu schweren Arreststrafen verurteilt.

Der Sicherheitsbericht an das Bundeskanzleramt, den ich in objektiver Sprache wiederzugeben versuche, spricht davon, dass sich nach Bekanntwerden der Kämpfe in Linz, wo „der geheime Republikanische Schutzbund, sowie Angehörige der sozialistischen und kommunistischen Partei schwer bewaffnet den Angriff auf staatliche Organe und die Exekutive unternommen hätten“ am Abend des 12.Februar die Sache in Wörgl nur insofern bemerkbar machte, als einige ehemalige Schutzbündler im Arbeiterheim „Gasthof zur Rose“ Bereitschaft hielten.

Am Morgen des 13. Februar gegen neun Uhr ordnete die BH Kufstein u.a. auch die Besetzung des Parteiheims durch die Heimwehr an „zur Vermeidung jeder Störung der öffentlichen Ordnung“. Bürgermeister Michael Unterguggenberger und Vizebm. Josef Ralser, beide Sozialdemokraten, intervenierten am Polizeiposten, um zu erreichen, dass nicht die Heimwehr, sondern die Polizei, das Arbeiterheim besetzen möge, was ihnen zugesagt wurde, wenn sie vollständige Ruhe garantieren könnten. Auch der Gauleiter der Heimatwehr, Dr. Georg Stawa befürwortete eine derartige Vorgangsweise.

Gegen 9.45 Uhr gingen Unterguggenberger, Ralser, Stawa, Revierinspektor Buratti und Rayonsinspektor Nagl zum Gasthof Rose, um die Räumung zu verhandeln. Im Parteiheim befanden sich ehemalige Schutzbündler, unter ihnen auch Johann Lenk, dem der Auftrag der BH bekanntgegeben wurde. Später kam auch noch Lenks Stellvertreter Julius Lotz hinzu. Lenk erklärte, er werde unter keinen Umständen der Räumung des Parteiheims zustimmen, worauf ihm Buratti vorhielt, dass er sich der Staatsgewalt widersetze. Nach offenbar heftigem Wortwechsel erklärte Buratti Lenk für verhaftet, worauf sich mehrere Männer um Lenk versammelten, um ihn zu schützen, unter ihnen die ehemaligen Schutzbundgruppenführer Franz Ehrensperger, Rudolf Koo, Alois Brunner, Franz Lebeda und Johann Loibichler. Unverrichteter Dinge verließen Buratti und Nagl das Haus. Buratti setzte sich mit dem Leiter der BH Kufstein(Hofrat Janetschek) in Verbindung und bat um Militärassistenz. Er erhielt die Nachricht, dass bereits Bundesheer, ein Schutzkorps und mehrere Gendarmen nach Wörgl unterwegs seien. Buratti erhielt auch die Weisung, zu verhindern, dass der von Kirchbichl und Häring einmarschierende Schutzbund nach Wörgl vordringen könne. Daraufhin wurden in Einvernehmen mit dem Heimatwehrgauleiter Stawa die Rendlbrücke und die Grattenbrücke von Schutzkorps und Militär gesperrt. Einige Schutzbundangehörige, denen es gelungen war, die Grattenbrücke zu überqueren, zogen sich angesichts des Militärs wieder gegen Mosegg und Richtung Häring zurück.

Währenddessen war es zwischen der auf der Rendlbrücke postierten Schutzkorpsabteilung unter Alois Thaler, Peter Feiersinger und Lorenz Blattl und den Schutzbundangehörigen auf dem Gelände der Cellulosefabrik und beim Turbinenhaus zu einem Feuergefecht gekommen, denn die Schutzbundangehörigen vom Gasthof Rose waren in der Zwischenzeit, etwa um 11.30 Uhr, anscheinend über Aufforderung von Labg. Johann Astl, zum Turbinenhaus gekommen, um sich am Kampf zu beteiligen. Hier wurde Johann Lenk durch einen Unterarmdurchschuss verwundet.

Gegen 13.30 Uhr erschien aus Innsbruck der Landesgendarmeriekommandant Andreas Steiner, um das Standrecht zu verkünden. Auf Ersuchen von Bürgermeister Unterguggenberger wurde die Verkündung des Standrechts um eine Stunde verschoben, um die verbliebenen Schutzbundangehörigen zum Aufgeben zu bewegen. Das Feuer wurde eingestellt und als Parlamentäre wurden Kooperator Wesenauer und der Gemeindearbeiter Johann Gschwantner zum Turbinenhaus gesandt. Sie erklärten, dass Lenk den Auftrag gegeben hätte, das Feuer einzustellen, was jedoch nicht der Wahrheit entsprach. Lenks Erscheinen wurde gefordert. Erst als BM Unterguggenberger erschien und nochmals erklärte, Lenk ordne die Einstellung des Feuers an, zogen sich die Schutzbundangehörigen zurück.

Als um 14.30 Uhr eine motorisierte Kompanie des Bundesheeres in Wörgl eintraf, waren die Kampfhandlungen bereits beendet. Bis 23 Uhr des 13. Feber 1934 waren bereits 26 Schutzbundangehörige verhaftet und ans Landesgericht Innsbruck überstellt. Ich erspare mir die Lobestiraden auf die tapferen Polizisten und Heimatwehrangehörigen, die „durch ihr rasches Handeln für die Bevölkerung von Wörgl eine Katastrophe von unübersehbarer Bedeutung hintan gehalten haben.“

Herbert Salcher hat einmal zu Objektivität der Geschichte angemerkt: Jede geschichtliche Darstellung ist schon durch die Auswahl und Wertung von Quellen subjektiv geprägt. Ich misstraue jedem, der vorgibt, Unmögliches zu vollbringen, nämlich die Geschichte objektiv darzustellen.

Welche Betrachtungsweise man aber auch immer verwenden mag, eines geht aus allen klar hervor: Die Sozialdemokratie hat zu keiner Zeit jemals zu den Beseitigern und Gefährdern der Demokratie gehört, sondern diese immer leidenschaftlich verteidigt. Diese Wahrheit bleibt unverrückbar, auch wenn die ÖVP bis heute oftmals von „geteilter Schuld“ spricht.

Ich möchte meine Ausführungen mit den Worten Bruno Kreiskys beenden: „Von einer geteilten Schuld kann überhaupt keine Rede sein. Die Partei machte Fehler – aber die anderen habe die Demokratie wissentlich, bewusst und mit kühlem Zynismus beseitigt.“


Ausschusszusammenlegung für SPÖ diskutabel

Die Freiheitliche Wörgler Liste proklamierte bei ihrer Pressekonferenz Anfang der Woche ihre Bestrebungen, die Anzahl der gemeinderätlichen Ausschüsse zu reduzieren. Dabei handelt es sich um eine alte Forderung der SPÖ Wörgl (im Bild mit Christian Kovacevic, Mag. Hans-Peter Hager und Bastian Wiedl beim Parteiausflug zum Schrofen).

Unmittelbar nach den letzten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen entwickelte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Hans-Peter Hager (SP), Daniel Wibmer (VP) und Emil Dander (UFW) ein Konzept für eine zukünftige Ausschusskonstellation, in dem eine drastische Reduktion der Gremien vorgesehen war. Letztlich wurde dieses Konzept jedoch von Liste Arno Abler, Team Wörgl und Grünen abgelehnt – Um alle Mandatare zufriedenzustellen, kam es schließlich zu einer Inflation an Ausschüssen, erinnert sich Verwaltungsausschuss-Mitglied Mag. Hans-Peter Hager. Dass bereits im Frühjahr 2010 Schritte in diese Richtung unternommen wurden, ist wohl an Carmen Gartelgruber vorübergegangen.

"Bereits direkt nach der Gemeinderatswahl waren wir für eine Zusammenlegung und Reduktion von Ausschüssen. Sollte nunmehr ernsthaft darüber diskutiert werden, die Ausschussanzahl wieder zu reduzieren, werden wir uns diesbezüglichen Gesprächen nicht verwehren“, so SPÖ-Fraktionsführer Christian Pumpfer. Wenn eine Verringerung der – allesamt vom Gemeinderat beschlossenen – Gremien während der laufenden Periode rechtlich möglich ist, muss jedoch zuvor ein politischer Konsens gefunden werden.

Es kann nämlich nicht sein, dass es bei bestimmten Fraktionen zu einer "Machtanhäufung“ kommt. So sollten laut Verwaltungsreferentin Gartelgruber ihrem Kollegen Wirtschaftsreferent Wiechenthaler all ihre Aufgabenbereiche (nebst Vermögensverwaltungs-KG und Immobilien) zufallen. Hier liegt die Vermutung nahe, dass Wörgls Abgeordnete zum Nationalrat das populäre Thema Einsparung mitunter auch dazu nutzen will, sich ihres Ausschusses auf elegante Weise zu entledigen, weil ihr die Gemeindearbeit zu viel wird.

Die von der FWL ebenfalls vorgeschlagene Zusammenführung sämtlicher sozialer Themen, nämlich Wohnen, Jugend, Familie, Gesundheit, Wohlfahrt, Bildung und Integration, ist für einen einzigen Ausschuss unbewältigbar und zeugt nicht gerade vom sozialen Bewusstsein der Wörgler Freiheitlichen.

Unrichtig ist StR Mario Wiechenthalers Behauptung, er würde auf 150,00 € Sitzungsgeld für seine Geschäftsführertätigkeit bei der Stadtmarketing Wörgl GmbH freiwillig verzichten – Es ist nicht üblich, dass ein Ausschussvorsitzender, der weitere Funktionen (z.B. in einem Aufsichtsrat oder als Geschäftsführer) ausübt, dafür ein zusätzliches Salär erhält. Diese sind durch die jeweilige Aufwandsentschädigung abgegolten. Lediglich dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Wörgler Infrastrukturgesellschaft, Mag. Alexander Atzl (Grüne), wurde in diesem Gremium ein Zusatz-Entgelt zugestanden. Dies geschah ohne die Zustimmung der Bürgermeisterin und des Gemeinderates.


Jahreswechsel... Ein Blick zurück, ein Blick nach vorne!

2012 – Ein Jahr, in welchem noch mehr eingespart werden muss, die Finanzkrise erst so richtig zuschlägt, der Euro zerfällt und sogar die Welt untergeht!? Zumindest werden wir von allen Seiten mit solch negativen Botschaften bombardiert! 2011 war aus politischer Sicht in vielerlei Hinsicht ein Korrekturjahr. Entscheidungen aus der Vorperiode wurden geändert, zu Recht oder auch nicht, so wurden bewährte Vorgehensweisen, welche für den vorigen Bürgermeister selbstverständlich waren, von einigen Fraktionen in Frage gestellt. Und es wurde deutlich, in welcher finanziellen Situation sich unsere Stadt befindet.

Der Engpass bedeutete jedoch nicht immer Einschränkung der politischen Handlungsfähigkeit, wie die Feier der Stadt- und Markterhebung von Wörgl, die 1951 bzw. 1911 stattfanden, zeigte. Die Jubiläumsveranstaltung im Mai war trotz kleinen Budgets beeindruckend und gewährte uns einen weiten Blick zurück in die Geschichte. Sehr erfolgreich war auch das 1. Fest der Nationen, welches tirolweit positiv und wegweisend im Bezug auf das Kennenlernen und Zusammenleben verschiedener Kulturen beurteilt wurde. Für dieses Fest konnten dankenswerterweise private Sponsoren gewonnen werden und es wird heuer zu einer Neuauflage kommen! Der Christkindlmarkt wurde im letzten Jahr zum zweiten Mal mit geringen finanziellen Mitteln organisiert. Auch wenn hier und da noch Verbesserungsbedarf besteht, der Besuch des „Weihnachtsdorfes“ wurde für viele Wörgler zu einem Fixpunkt im Advent. Zusätzlich positiv zu bewerten ist, dass viele der Standbetreiber ihre Einnahmen sozialen Zwecken zuführten.

Diese kulturellen Ereignisse sollten positive Impulse für 2012 sein, denn auch ohne viel Geld ist es möglich, Akzente zu setzen. In Zukunft sind die Kreativität jedes einzelnen und der Zusammenhalt aller gefragt. Ein Spruch zum Abschluss: Blicke vorwärts, nie zurück, in der Zukunft liegt das Glück!

Andreas Kovacevic


Weihnachtsbotschaft von Bgm. Hedi Wechner

                                                           Wörgl, Weihnachten 2011

Liebe Wörglerin, lieber Wörgler, sehr geehrte Damen und Herren!

Wieder geht ein Jahr zu Ende.

Die „stille“ Zeit vor Weihnachten ist vielfach geprägt von Hektik und Hast. Vieles muss noch schnell abgearbeitet werden, Geschenke wollen besorgt sein, und dann sollte auch noch Feststimmung aufkommen.

Manche hatten im letzten Jahr mit Unsicherheiten in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht zu leben. Die Wirtschaftslage trägt immer noch kaum zur Erleichterung bei.

Doch ein neues Jahr bringt neue Hoffnungen und auch neue Herausforderungen, denen es sich zu stellen gilt. Die Wochen um den Jahreswechsel sind angetan, über menschliche, soziale und kulturelle Werte nachzudenken, die nie ihre Gültigkeit verlieren. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit, in der alles hinterfragt wird, wird es immer wichtiger, innere Ruhe und Gelassenheit zu bewahren.

Sehr geehrte Damen und Herren, verbringen Sie ein friedvolles, besinnliches und gemütliches Weihnachtsfest. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen Freude, Optimismus, Gesundheit und Erfolg.

Ihre Bürgermeisterin Hedi Wechner


Wörgl 2012 - Eine Energiemetropole?

Ich finde die Verwendung des Begriffs „Metropole“ im Zusammenhang mit Wörgl immer etwas gewagt. Das Streben danach, ein Energiestandort zu werden, ist aber sicher rühmlicher als etwa die frühere Hochstilisierung zur „Wirtschaftsmetropole“.

Die Positionierung von Wörgl, die jetzt auch auf dem Stadt-Logo zu lesen ist, zielt ja nicht nur auf Elektrizität ab, sondern auch auf Motivation der Menschen und eine engere Bindung an unsere Heimatstadt. Und gerade zum Jahresbeginn müssen wir doch alle neue Energie zum „Durchstarten“ tanken. Dann gilt es, diese sinnvoll zu kanalisieren! Das Stadtmarketing warb in der Dezember-Ausgabe dieser Zeitschrift mit dem Aufruf „Nutzen wir unsere Energie für Menschen in Not“ für die Unterstützung der Benefizaktion „Ein Licht für Wörgl“. Diese läuft auch 2012 weiter. Solidarität mit sozial Schwachen ist nicht nur zur Weihnachtszeit besonders wichtig für das Gemeinwesen. Und sie ist persönlich sehr bereichernd!

Im neuen Jahr sollte eine wichtige Aufgabe der Gemeinde und des Stadtmarketings darin bestehen, Energien zu bündeln. Die vielen Sozial-, Kultur- und Sportvereine, unsere Jugendabteilung, die Gemeindeausschüsse, Bürgerinitiativen wie „Wörgler für Wörgler“ und Betriebe tragen jede Menge Energie in sich. Ihre Vernetzung kann sich nur positiv auswirken. Im Advent des Jahres 2011 waren Christkindlmarkt, Perchtentreff, Nikolausumzug usw. beispielhaft für das gelungene Zusammenspiel all dieser Kräfte. Auch der Verein Shopping City Wörgl – Wörgllive war maßgeblich beteiligt. Dieser brachte schon bisher viele tolle Ideen hervor und hat auch für 2012 wieder ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann.

Energisch für die Belange der Stadt und ihrer Bewohner (ganz besonders der Benachteiligten) einzutreten sollte der Gemeindeverwaltung und allen anderen Körperschaften in Wörgl im Jahr 2012 und darüber hinaus oberster Auftrag sein!

Melanie Unterganschnigg


Frauen in der kommunalen Politik

Im SPÖ-Bundesstatut sind seit Juni 2010 eine Frauenquote von 40% und ein Reißverschlusssystem bei der Erstellung aller Wahllisten festgeschrieben. Solche Richtlinien haben Ausgewogenheit bei der Kandidatur für Ortsparlamente zum Ziel und sind auch notwendig, solange sich Macht- und Führungspositionen weitgehend in Männerhand befinden. Denn statistisch betrachtet gibt es für jede Funktion gleich viele qualifizierte Frauen wie Männer!

Insbesondere in der kommunalpolitischen Praxis ist dies jedoch leichter gesagt als getan. So liegt der Frauenanteil unserer Liste bei knapp einem Drittel, immerhin über jenem des Wörgler Gemeinderats. Dabei gäbe es unzählige kompetente und couragierte Bürgerinnen. Die Lust aufs Aktivwerden scheint jedoch nach wie vor gering zu sein. Das Klischee, Frauen würden sich aufgrund „biologischer Faktoren“ für politische Funktionen eignen – weil sie ja so harmoniebedürftig wären und ideologische Auffassungsunterschiede hintanstellen würden – bewirkt dabei nur, dass rückständige und sexistische Rollenbilder aufrecht erhalten werden. Mütterlichkeit, Liebreiz oder gar das Bezirzen männlicher Kollegen zur Zielerreichung sollten keine politischen Handlungsstrategien sein! Vielfach sind Mandatarinnen für „weiche“ Aspekte wie Soziales und Familie verantwortlich, obwohl sie vielleicht auch andere Talente und Interessen hätten. Erstrebenswert wäre weiblicher Einfluss in allen Politikfeldern, da Gender-Themen Querschnittsmaterie sind. Hier nimmt Wörgl z.B. mit der Bürgermeisterin und der Raumordnungsreferentin eine Vorreiterrolle ein.

Umfassende Gleichstellung steht für die SPÖ im Vordergrund. Politisch interessierten Frauen lege ich das kürzlich erschienene Buch „Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden“ von Barbara Prammer ans Herz. Die Nationalratspräsidentin – auch sie begann auf Gemeindeebene – gibt darin viele Einblicke in ihr bewegtes Leben.

Bastian Wiedl


Verteilaktion zum Thema Bildung

Von 3.11. bis 10.11. bestand die Möglichkeit, im Bürgerbüro das Volksbegehren Bildungsinitiative zu unterschreiben. Die SPÖ Wörgl und die Wörgler Kinderfreunde verteilten aus diesem Grund am 8.11. vor dem Stadtamt Äpfel und Broschüren und diskutierten mit PassantInnen über die Bildungsreform. 253 Wörglerinnen und Wörgler unterstützten das Volksbegehren.

Insgesamt gaben 383.820 Personen ihre Unterschrift ab. Damit ist klar: Das Volksbegehren wird im Parlament behandelt, von den drei bisher durchgeführten „bildungsbezogenen Volksbegehren“ ist es das Erfolgreichste. Zentrale Inhalte wie etwa ganztägige Schulplätze – bis 2015 soll deren Anzahl von 105.000 auf 210.000 in ganz Österreich verdoppelt werden –, Ausbau der Neuen Mittelschule, höhere Bildungsstandards und Lehre mit Matura – befinden sich bereits in Umsetzung.

Die Debatte, die das Bildungsvolksbegehren auslöste und die Tatsache, dass sich ein breites Bündnis von UnterstützerInnen hinter dessen Forderungen gestellt hat, ist als Erfolg für die Schulpolitik zu werten.

Im Bild v.l. Bastian Wiedl, Roland Priewasser, GR Christian Pumpfer, Andreas Kovacevic

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Sozialer Wohnbau in Wörgl

Grundsätzlich ist die SPÖ natürlich für den sozialen Wohnbau, jedoch wohl betont nur grundsätzlich! Denn der tatsächliche Bedarf ist eine zentrale Voraussetzung dafür. Diesbezüglich möchte ich anmerken, dass derzeit bereits ca. 80 Mietobjekte im ersten Bauabschnitt am Bartl Lechner-Areal entstehen, an die 100 Wohnungen in nächster Zukunft im Fischerfeld errichtet werden sollen und dass sich entlang der Ladestraße auf den „Strassergründen“ gemeinnützige Wohnungen im Bau befinden, wobei diese sehr teuer sein werden und daher gewiss nicht als sozialer Wohnbau betitelt werden können.

Anfang dieses Jahres wurden Gespräche mit allen gemeinnützigen Wohnbauträgern geführt. Diese Gespräche ergaben, dass derzeit für Wörgl keine Bedarfsbestätigung ausgegeben werden kann, da so viel gebaut wurde und wird und demnächst noch mit dem Start weiterer bereits beschlossener Projekte zu rechnen ist.Es kann und darf nicht sein, dass Wohnbaugesellschaften ein Gebäude nach dem anderen aus dem Boden stampfen und dabei außer Acht gelassen wird, ob diese tatsächlich benötigt werden. Diese Wohnungen sind teilweise völlig überteuert, deshalb profitiert bei der Vergabe oft gar nicht mehr die Wörgler Bevölkerung. Vielmehr wird weiterer Zuzug gefördert, was wiederum dazu führt, dass wir mit der notwendigen Infrastruktur (Schulen, Straßen, Feuerwehrhaus, Kinderbetreuungseinrichtungen usw.) ins Hintertreffen geraten. Hier nachzuziehen wäre für die Stadt Wörgl kaum bewältigbar, gerade in der derzeitigen finanziellen Situation. Aus diesen Gründen muss in Wörgl noch viel genauer auf den tatsächlichen Bedarf geachtet werden.

Ich hoffe für unsere Stadt, dass die Damen und Herren in den zuständigen Gremien dies bei der Behandlung der Ansuchen von Wohnbauträgern künftig berücksichtigen und sich bei ihrer Entscheidung auch über die weit reichenden Folgen Gedanken machen.

Andreas Kovacevic


Konsolidierung des Gemeindebudgets - Ideen?

Der politische Fokus war in Wörgl während der letzten Gemeinderatsperioden voll auf Wachstum gerichtet. Einerseits wollte man immer mehr Wirtschaftsbetriebe und andererseits setzte man immer auf noch mehr Zuzug. Dabei wurde aber vergessen, auch in die notwendige Infrastruktur zu investieren. Hier handelte man nicht mit Weitsicht, sondern verwirklichte vielmehr immer sehr kurzfristig unumgängliche Projekte. Sieht man sich z.B. an, wie viele Wohnbauvorhaben noch anstehen, braucht man kein Prophet zu sein, um zu erkennen, dass die Kapazitäten unserer vorhandenen Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, des Seniorenheims, des Feuerwehrhauses usw. nicht mehr ausreichen.

War es wirklich so wichtig, dass sich Wörgl einen Hauptbahnhof leistet? Hätte man nicht das alte Freischwimmbad erhalten können? Ist es notwendig, dass sich Wörgl als einzige Tiroler Stadt eine Umfahrungsstraße mit fragwürdigem Finanzierungsmodell leistet? Momentan sieht es so aus, als könnten wir uns so wichtige Projekte wie Zubau Seniorenheim, Musikschule und Feuerwehrhaus nicht mehr leisten. Damit aber noch nicht genug. Seit geraumer Zeit existiert eine Arbeitsgruppe, die nach möglichen Einsparungspotenzialen sucht. Diese Suche beginnt meiner Meinung nach zu spät. Man hätte viel früher ans Sparen denken müssen! Die bis jetzt angedachten möglichen Einsparungen stecken voller Grauslichkeiten und ich bin gespannt, was davon tatsächlich umgesetzt werden kann.

Wörgl muss in den nächsten Jahren auf die Wachstumsbremse treten, damit wir Zeit zum Erholen haben und mit der nötigen Infrastruktur nachziehen können. Jedenfalls wird sich die SPÖ dafür einsetzen, dass es zu keinen weiteren Einschnitten in den Bereichen Soziales oder Gesundheit kommt. Hier würde an der falschen Stelle gespart werden.

GR Christian Pumpfer


Tourismus in Wörgl – Wanderwege oder Einkaufstempel?

Im Vergleich zu anderen Gemeinden Tirols ist Wörgl wahrscheinlich keine Tourismushochburg. Wir haben weder ein besonders attraktives Schigebiet auf Gemeindefläche, noch können wir mit einer historischen Altstadt prahlen. Trotzdem kann auch Wörgl bis zu einem gewissen Maße vom Tourismus profitieren. Dazu ist jedoch eine gesunde Mischung beider im Thema genannten Komponenten wichtig. Ich finde, ein Naherholungsgebiet und eine erfrischende Natur sind unerlässlich für den Tourismus, genauso wie auch für alle Einheimischen. Dennoch gibt es immer Platz für Verbesserungen, so ist es ja um unsere Wander- und Radwege in Summe nicht allzu schlecht bestellt.

Allerdings sollte man auch nicht die Anziehungskraft der Wörgler Geschäfte unberücksichtigt lassen. „Einkaufstempel“ brauchen wir in Zukunft wohl keine zusätzlichen mehr, aber die bestehenden Shopping-Einrichtungen erzielen an so manchen Regentagen bestimmt auch ihre Wirkung bei den Touristen. Dabei sollten auch die Wörgler Wasserwelten nicht unerwähnt bleiben, denn egal, ob bei uns beliebt oder nicht, bei Schlechtwetter sind sie äußerst gut ausgelastet.

Die Stadt Wörgl kann es sich nicht leisten, die Frage nach dem Entweder-Oder zu stellen, sondern hat nur die Möglichkeit, Natur UND Shopping anzubieten. Weiters tragen für mich auch noch Veranstaltungen, Gastronomie und Kultur dazu bei, dass Touristen sich bei uns wohl fühlen. Nur eine gekonnte Vermengung all dieser Angebote kann für den Tourismus in Wörgl Erfolg bringend sein.

GR Christian Kovacevic

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Wie willkommen sind Kinder in Wörgl?

Es sollte ein Grundsatz jeder Gemeinde und ihrer Einwohner sein, dass Kinder sich willkommen und auch angenommen fühlen. Denn Kinder sind unsere Zukunft! Deshalb sollten wir alles dafür tun, der jungen Generation eine schöne Umgebung und die besten Voraussetzungen für ihre Entwicklung zu bieten. So erhalten sie eine gute Ausgangsposition für ihr weiteres Leben.

Es gibt in Wörgl zahlreiche Einrichtungen für junge Eltern mit Kindern: Mutter-Eltern-Beratung, Kindercafé, Baby-Treff, Bastelnachmittage, Kinderkrippe, Krabbelstube, Tagesmütter und vieles mehr. Wenn die Kleinen dann das Kindergartenalter erreichen, sollte die Gemeinde ihnen die optimale Betreuung und Förderung in den gesetzlich vorgeschriebenen Kleingruppen ermöglichen. Die Schulzeit ist ein weiterer großer Schritt in Richtung Selbständigkeit. Auch die Verkehrssicherheit gewinnt an Bedeutung. In der Bahnhofstraße herrscht z.B. einige Unklarheit darüber, wo man mit dem Rad fahren kann. Aufgrund der Einbahnregelung kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen beim Ausparken. Beschilderungen müssen gut sichtbar sein – besonders zum Schutz der jungen Verkehrsteilnehmer.Für die Freizeitgestaltung wäre es wünschenswert, noch mehr Spielplätze und einen weiteren schönen Park für ALLE zur Verfügung zu stellen. Anstelle von Vorschriften wie "nur für Kinder bis 10 Jahre", "Fußballspielen verboten" oder "geöffnet bis 20 Uhr" wäre mehr Toleranz aufseiten der Bevölkerung und mehr Eigenverantwortung der Eltern, gewisse Grenzen zu setzen, angebracht.

Vielerorts werden Kinder vertrieben von jenen, die vergessen haben, dass es beim Spielen und Feiern einfach „sooo lustig“ – und deshalb auch etwas lauter – zugeht. Aber waren wir nicht alle einmal jung?! Es ist doch schön, Kinder mit ihrer Lebensfreude und ihrem Übermut zu beobachten. Sie lernen fürs Leben durch Ausprobieren. Lassen wir sie doch ihre Entwicklungsjahre genießen!

Melanie Unterganschnigg

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Die Öffentlichkeitsarbeit der Wörgler Fraktionen

Wer kennt das nicht? Vor Wahlen beginnen einige PolitikerInnen geradezu krampfhaft damit, sich in der Öffentlichkeit und online zu präsentieren. Danach sieht und hört man kaum noch etwas von denselben Personen, weder in der „realen Welt“ noch in den Medien oder den Sphären des World Wide Web. Bis zum nächsten Urnengang. Darunter leidet natürlich die Glaubwürdigkeit der gesamten Politik.

So geschehen auch nach der Gemeinderatswahl 2010. Die einen gingen der Hilfe der PR-Agentur oder des Frontmannes (und Internet-Pioniers) verlustig, andere wissen schlichtweg nicht, was sie dem Volk mitteilen sollten. Die SPÖ Wörgl jedoch setzt seither auf kontinuierliche Information und Kontakt zu den BürgerInnen. Denn nur so ist gewährleistet, dass eine Partei nicht „am Menschen vorbei“ handelt.

Trotz wachsender Bedeutung von Webseiten, Blogs und „social networks“ vernachlässigen wir das persönliche Gespräch ebenso wenig wie traditionelle Berichterstattung, z.B. über die Presse oder den guten alten Schaukasten. Mit der Nutzung digitaler Kommunikationssysteme ist nämlich die Gefahr einer Zwei-Klassen-Gesellschaft verbunden, da noch nicht jeder vollen Zugang zu diesen hat.

Hedi Wechner sitzt in keinem bürgermeisterlichen Elfenbeinturm, sondern ist für alle WörglerInnen da. Sie geht bei den von ihr eingeführten Sprechstunden und Stadtteilgesprächen auf die Sorgen und Nöten jedes Einzelnen ein. Alle unsere Fraktionsmitglieder sind ebenfalls bemüht, sich den Menschen ständig zur Verfügung zu halten, daher werden demnächst auch SPÖ-Sprechstunden angeboten.

Die SPÖ wird ihren Einsatz für die Wörgler Bevölkerung in den kommenden Jahren auf jede erdenkliche Weise deutlich machen. Aus diesem Grund würden wir uns über gelegentlichen Besuch unter www.spoe.woergl.at, der Homepage der Bürgermeisterin www.hediwechner.at oder auf Facebook – aber auch von einigen unserer Veranstaltungen – sehr freuen!

Bastian Wiedl

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Wörgl soll „familienfreundlichegemeinde“ werden

Im Falle eines positiven Gemeinderatsbeschlusses wird sich die Stadt Wörgl gemäß des Antrages der SPÖ und der FWL um das Zertifikat „familienfreundlichegmeinde“ bewerben, sind sich Bgm. Hedi Wechner, Familienreferent Christian Pumpfer und Nationalrätin Carmen Gartelgruber einig.

Bei diesem kommunalpolitischen Prozess erhalten Gemeinden die Möglichkeit, die von ihnen erbrachten Leistungen für das Gemeinwohl zu überprüfen und weiterzuentwickeln. „Da geht es zum Beispiel auch um familienfreundliche öffentliche Verkehrsmittel. Sogar wie die Betriebszeiten unserer City-Busse gestaltet sind, wird bewertet. Diese Erhebung wird sehr detailliert durchgeführt“, so Bgm. Wechner.

Die Feststellung des Ist-Zustandes durch einen externen Gutachter und die Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen sollen innerhalb von 6-9 Monaten abgeschlossen sein, daraufhin wird das 1. Gütezeichen verliehen. Nach weiteren drei Jahren erfolgt, sofern alle Maßnahmen umgesetzt wurden, die Zertifizierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend.

Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit können auch mehrere Gemeinden an diesem Prozess teilnehmen, was für die gesamte Region von Vorteil ist. Hedi Wechner wird diesbezüglich Gespräche mit ihrem Bürgermeisterkollegen Josef Auer führen – Radfeld ist eine der wenigen Tiroler Ortschaften, der das Zertifikat bereits verliehen wurde.

Ziel aller Bemühungen ist die Steigerung von Lebensqualität, Identifikation der BürgerInnen aller Generationen mit ihrer Heimatstadt und Standortattraktivität. Dies soll etwa durch Verbesserungen in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Kinderbetreuung und Barrierefreiheit erreicht werden.

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Wie familienfreundlich ist Wörgl?

Wörgl kann man guten Gewissens als familienfreundlich erklären. Für jede Altersstruktur haben wir entsprechende Einrichtungen. Für unsere kleinsten Mitbürger gibt es sehr gut geführte Kinderbetreuungseinrichtungen wie Krabbelstube, Kinderkrippe und Kindergärten. Die schulpflichtigen Kinder sind in unseren Schulen bestens untergebracht. Unsere Jugendlichen können sich im Jugendzentrum Zone treffen, dort werden Lebensperspektiven und Wertvorstellungen vermittelt und außerdem jungen Kunstschaffenden Möglichkeiten gegeben, sich kreativ zu betätigen. Weiters haben wir Streetworker als Anlaufstelle für etwaige Probleme. Jugendliche können sich auch beim Infoeck informieren oder sich beim Projekt I-Motion einbringen. Auch für unsere Senioren ist gesorgt. Wir verfügen über ein gut geführtes Seniorenheim und der Sozial- und Gesundheitssprengel ist für Personen da, welche Pflege oder Unterstützung zu Hause benötigen.

Obwohl die Stadt Wörgl viel für Familien tut, gibt es sicherlich auch in diesem Bereich Verbesserungsmöglichkeiten. Unsere Fraktion hat sich daher entschlossen, gemeinsam mit der FWL einen Antrag im Gemeinderat einzubringen, sich um das Zertifikat „familienfreundlichegemeinde“ zu bewerben. Hierbei wird zunächst von externen Experten der Ist-Zustand in unserer Gemeinde erhoben. 8 Lebensphasen werden betrachtet – von der Schwangerschaft bis zum Alter. In weiterer Folge wird eine Projektgruppe gebildet, die versuchen wird, aufgedeckte Schwachstellen zu verbessern. Ziel des gesamten Projektes ist die Steigerung der Attraktivität unserer Gemeinde als lebenswerter Ort für Familien und Kinder sowie Senioren.

Auch in Zukunft muss sichergestellt sein, dass finanziell schlechter gestellte Familien nicht durch den sozialen Rost fallen. Viele Haushaltseinkommen decken gerade noch die Kosten für Wohnen, Heizen, Kleidung und Essen ab. Die SPÖ Wörgl setzt sich für flexible und unbürokratische Hilfe und Beratung für Familien ein.

GR Christian Pumpfer

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Die Wörgler SozialdemokratInnen feiern den Tag der Arbeit

Die Maifeier der SPÖ Wörgl verlief heuer wieder äußerst erfolgreich. Sowohl beim Baum-Aufstellen als auch bei der Feier am 1. Mai, die aufgrund wechselhaften Wetters teilweise im Volkshaus-Saal stattfand, herrschte fabelhafte Stimmung. Zahlreiche Spitzen der SPÖ Tirol beehrten die Ortsgruppe an beiden Tagen mit ihrer Anwesenheit.

Am Nachmittag des 30.4. wurde der stolze Maibaum aufgerichtet, der 26 m misst und dieses Jahr vom Fohringer-Bauern stammt. Zur Unterstützung stellten sich die Freiwillige Feuerwehr Wörgl, das Kranunternehmen Felbermayr und SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Elmar Fuchs ein. Bgm. Hedi Wechner und Stadtparteiobmann Christian Pumpfer fixierten im Anschluss die – am Vormittag renovierte – Tafel mit der Aufschrift "Hoch 1. Mai - SPÖ Wörgl" am Maibaum. Auch Herbert Strobl (Alt-Bgm. und Ehrenbürger von Wörgl), Josef Auer (Bgm. von Radfeld, Bezirksobmann von Kufstein, Abgeordneter zum Nationalrat) und Klaus Gasteiger (Bgm. von Kaltenbach, Bezirksobmann von Schwaz, Klubobmann-Stellvertreter im Landtag) wohnten der Zeremonie bei. Danach brachte die Stadtmusikkapelle den Anwesenden wie jedes Jahr zwei Märsche zu Gehör. Trotz des kühlen Abends füllte sich das Zelt mit vielen Freunden, die ihren Hunger Grillspezialitäten und selbstgebackenem Kuchen stillten. Während der Nacht waren heuer keinerlei Anschläge auf den Maibaum zu verzeichnen.

Das Schatzberg-Duo konnte am folgenden Nachmittag leider wegen der riskanten Wetterlage nicht unter freiem Himmel aufspielen. Da es wider Erwarten nicht zu Regenfällen kam, erfreute sich jedoch das Spielfest mit Schminkstation und eigens angereistem Spielmobil der Kinderfreunde Tirol auf der Wiese hinter dem Volkshaus großer Beliebtheit bei den Kleinsten. Die Hauptpreise der mustergültig organisierten Tombola waren eine Kaffeemaschine und vier Geschenkkörbe, gestiftet von GR Christian Pumpfer, NR Josef Auer, LR Gerhard Reheis und LH-Stv. Hannes Gschwentner – Letzterer erschien auch persönlich, um gemeinsam mit Bgm. Hedi Wechner die Veranstaltung im prall gefüllten Saal des Volkshauses mit einer flammenden Rede zu eröffnen.

Bei der Feier zum 1. Mai, die bis in die Abendstunden andauerte, wurde deutlich, dass der Internationale Tag der Arbeiterbewegung nach 121 Jahren wichtiger denn je ist. Gerade das heurige Kreisky-Jahr, in dem der große Visionär den 100. Geburtstag begangen hätte, nimmt die Sozialdemokratie zum Anlass, seine Werte hoch zu halten.

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SPÖ bei der Aktion Sauberes Wörgl

Ein „Aufräumkommando“ der SPÖ beteiligte sich am Samstag, den 16. April 2011 an der alljährlichen Aktion Sauberes Wörgl. Fleißig unterstützt wurden die Vorstandsmitglieder der Ortsgruppe dabei durch die drei Kinder von Obmann-Stellvertreter Andreas Kovacevic.

Mit Zangen und Müllsäcken bewaffnet, machten sich Obmann Christian Pumpfer, sein Stellvertreter Andreas Kovacevic, Schriftführer Bastian Wiedl und Kassier Christian Kovacevic sowie (2. Reihe v.l.) sowie Luana, Andi jun. und Isaak (1. Reihe v.l.) in den frühen Morgenstunden auf, um achtlos weggeworfenen Abfall an den Straßenrändern den Garaus zu machen. Im Anschluss an den „Frühjahrsputz“ wurde beim Feuerwehrhaus auf eine Jause eingekehrt.

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Wer betreibt Blockadepolitik?

In einem Satz: Blockadepolitik betreiben diejenigen, die Ihre eigenen Interessen und Eitelkeiten vor das allgemeine Wohl und die Zufriedenheit der BürgerInnen stellen! Das gegenseitige Anschwärzen von politischen Mitbewerbern ist allerdings weder für mich persönlich, noch für meine Partei von sonderlich großem Interesse. Und vermutlich auch nicht für die Bevölkerung. Daher will ich Sie nicht auch noch mit den leidigen politischen Machtkämpfen der letzten Monate langweilen.

Viel lieber möchte ich Ihnen mitteilen, dass sich die Wörgler Sozialdemokraten seit den letzten Wahlen neu formiert haben und klare Vorgaben an die eigene politische Arbeit definiert haben. Wir werden ausschließlich auf sachlich fundierte und menschennahe Politik setzen, in der es uns in erster Linie um die Anliegen der Wörgler Einwohner geht. Missstände werden sachlich beurteilt und Verbesserungsvorschläge dazu erarbeitet. Die Bürgermeisterin regiert die Stadt mit nur drei Mandaten und muss sich klarerweise Mehrheiten suchen. Ich behaupte, dass sie ihre Arbeit bisher sehr sachlich und außergewöhnlich neutral verrichtet hat, ohne blind irgendwelchen Parteiideologien Folge zu leisten. Viele hatten ihr das zu Amtsantritt nicht zugetraut, doch das positive Echo aus der Bevölkerung gibt ihr Recht. Dass man der Stadtchefin ganz einfach ihre Grenzen aufzeigen will (aus welchen Gründen auch immer), ohne Rücksicht auf politische Verluste, stimmt mich äußerst nachdenklich.

Gerade als neuer GR-Mandatar finde ich es besonders schade, dass man sich so sehr mit persönlichen oder parteipolitischen Eitelkeiten befasst, anstatt gemeinsam zum Wohle der BürgerInnen zu handeln. Diese Streitpolitik und die monatelangen Diskussionen haben sich unsere WählerInnen nicht verdient. Liebe Leserinnen und Leser, bitte urteilen Sie selbst, wer in Wörgl Blockadepolitik betreibt!

GR Christian Kovacevic

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Antrag an den Gemeinderat

                                                                                     Wörgl, am 29.3.2011

Die Sozialdemokratische Wörgler Liste (SPÖ) stellt den

Antrag

die Stadtgemeinde Wörgl möge als Eigentümer der Stadtwerke Wörgl GmbH. diese anweisen mit der Energie-West Management- und Service GmbH. in Verhandlungen zu treten, um den Atomstromanteil für Wörgl auf 0 % zu setzen. Die Umstellung hat längstens innerhalb von 5 Jahren zu erfolgen.

Begründung:

Österreich hat sich in einer Volksabstimmung am 5. November 1978 gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf ausgesprochen. Im Jahr 1999 wurde das „Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich“ beschlossen. Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Japan ist es wichtig, nicht nur in Österreich keine Kernkraftwerke zu errichten, sondern es sollte auch kein atomar erzeugter Strom zugekauft werden.

Für die SPÖ Wörgl

Fraktionsführer GR Christian Pumpfer

Der Antrag wurde dem Geschäftsführer der Stadtwerke von Bgm. Wechner am 31.1.2011 zugewiesen.

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Diskussionsabend mit Migrantenvereinen

Ein erster Schritt zu einem verständnisvolleren Umgang zwischen Einheimischen und MigrantInnen sollte ein gegenseitiger Informationsaustausch sein. Aus diesem Grund lud Integrationsreferent GR Christian Kovacevic die Vertreter sämtlicher Migrantenvereine Wörgls zu einem persönlichen Kennenlernen mit offener Diskussionsrunde ein, an der sich auch Bürgermeisterin Hedi Wechner und IGZ-Obfrau Irmi Moritz engagiert beteiligten.

Seien es die gemeinsame Gestaltung und Erhaltung von Wohnsiedlungen, oder der Wunsch nach mehr Spielraum für Kinder und Jugendliche – es stellte sich heraus, dass viele MigrantInnen dieselben Wünsche hegen, wie Einheimische. Dabei wurde von den Vereinsvertretern auch bestätigt, dass das Erlernen der deutschen Sprache eine Grundvoraussetzung für ein gedeihliches Miteinander sei, was vielfach bereits in den Vereinen intern forciert wird (zB durch Sprachkurse für Frauen).

Aufgrund des regen Informationsaustausches und des großen Interesses (nahezu alle der 14 registrierten Migrantenvereine schickten ihre Vertreter), wurde eine Neuauflage einer solchen Veranstaltung sehr begrüßt – der nächste Diskussionsabend ist für Herbst 2011 vorgesehen!

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Wie soll das politische Forum im Stadtmagazin in Zukunft aussehen?

In den letzten Tagen haben die Mitglieder unserer Fraktion mit vielen WörglerInnen über diese Frage gesprochen. Dabei war uns wichtig zu wissen, was diese von der derzeitigen Form halten und ob Änderungen gewünscht sind. Größtenteils waren die darauf Angesprochenen der Meinung, dass ihnen das bisherige Fraktionsforum sehr gut gefällt. Vor allem der Vergleich der unterschiedlichen Standpunkte aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen auf 2 übersichtlichen Seiten kommt sehr gut an. Wir konnten feststellen, dass bei den meisten diese beiden Seiten zum Fixpunkt bei der Lektüre des Stadtmagazins geworden sind.

Die Diskussion über eine Änderung der bisherigen Form des Fraktionsforums kam auf Anregung der „Bürgermeisterliste Arno Abler“ zustande. Sie war der Meinung, dass sich die Themen laufend wiederholen und es schwer ist neue Aspekte zu finden bzw. darüber zu schreiben. Ich denke, dass in einer Stadt wie Wörgl die Themen nie ausgehen. Der SPÖ mangelt es nicht an Ideen, die es wert sind, erörtert zu werden, und wir sind auch kreativ genug, zu von anderen vorgegebenen Inhalten Stellung zu nehmen. Sollte es aber wirklich so sein, dass den anderen Fraktionen keine Themen mehr einfallen, plädiere ich dafür, dass Probleme, die unter den Nägeln brennen, von der Wörgler Bevölkerung benannt werden können.

Diese könnten an die Redaktion des Stadtmagazins gesandt oder aber auch unter www.woergl.at bei den Bürgermeldungen gepostet werden. Damit hätte man eine Fülle von Themen, die die WörglerInnen im Moment beschäftigen und über die sie die Stellungnahmen der politischen Gruppierungen in Erfahrung bringen wollen. Generell sollten BürgerInnen aus unserer Sicht vermehrt die Möglichkeit erhalten, im Rahmen der demokratischen Spielregeln ihr Umfeld mitzugestalten. Ein Mitspracherecht bei der Vorgabe von Diskussionsthemen wäre ein weiterer Schritt dazu.

GR Christian Pumpfer

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Pressekonferenz zum Thema Integration

Um die neuesten Entwicklungen der Wörgler Integrationsarbeit vorzustellen, lud Bürgermeisterin Hedi Wechner am 11. März 2011 zu einer Pressekonferenz. Dabei wurden einleitend die drei Säulen präsentiert, auf denen die künftige Integrationsarbeit in Wörgl erheblich vorangetrieben werden soll: der Integrationsausschuss unter dem Vorsitz von Gemeinderat Christian Kovacevic, der restrukturierte Verein Integrationszentrum (als Anlaufstelle für Einheimische und MigrantInnen), sowie der Integrationsbeauftragte DI Peter Warbanoff, der als Bindeglied zum Land fungiert.

Für den Integrationsreferenten Kovacevic steht der neu installierte Ausschuss vor zwei Hauptaufgaben: einerseits den Kontakt zu den MigrantInnen zu suchen, um eine gemeinsame Gesprächsbasis zu schaffen und andererseits die einheimische Bevölkerung für mehr Toleranz und Offenheit gegenüber Zugewanderten zu sensibilisieren. In dieselbe Kerbe schlug auch die frischgebackene Obfrau des IGZ Wörgl, Mag. Irmgard Moritz, die weiß, dass es genügend Beispiele für gelungene Integration gibt, man sich allerdings auch mit den Ängsten und Problemen der Zuwanderer beschäftigen müsse, denn oftmals ist die gegenseitige Unwissenheit ein Grund für Schwierigkeiten. Sie betonte auch, dass das IGZ für alle BürgerInnen Wörgls und der Umlandgemeinden da ist und keinesfalls nur für MigrantInnen. Gemäß dem Ingeborg-Bachmann Zitat „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ wolle das IGZ als Anlauf-, Koordinations- und Informationsstelle im Rahmen von Sprechstunden gemeinsam mit Betroffenen kreative Lösungen für anfallende Probleme finden und den Menschen die Angst vor Pluralität nehmen.

Ein Teilerfolg wurde bereits mit der Genehmigung des EU-Projektes „MuT zur Integration“ erzielt. „MuT“ steht für Multiplikatorenqualifizierung und –training und stellt die Aus- und Weiterbildung von Personen, die in Verbindung mit Integrationsarbeit stehen, in den Vordergrund – sowohl Einheimische als auch MigrantInnen. Bei der Umsetzung dieses Projektes will sich auch die Stadt Kufstein beteiligen. Weiters wurden für das Jahr 2011 insgesamt 24 verschiedene Projekte vom IGZ in Angriff genommen, um ein angenehmeres Zusammenleben aller Nationen in Wörgl in Zukunft möglich zu machen. Darunter fällt auch eine engere Kooperation mit den Jugendeinrichtungen der Stadt Wörgl, welche auch vom politischen Ausschuss für Jugend, Bildung und Integration gefördert wird! Weitere von der Stadtgemeinde forcierte Integrationsmaßnahmen seien die Sprachstartklassen in Kindergarten und Volksschule, die von fremdsprachigen LehrerInnen unterstützt werden, und der Verein Lesepatenschaft, durch den derzeit 60 HauptschülerInnen ehrenamtlich betreut werden, so Bürgermeisterin Wechner.

Laut Wörgls Integrationsbeauftragten DI Peter Warbanoff verfüge man über beste Strukturvoraussetzungen, für einen „Schub“ in der Integrationsarbeit seien Partner notwendig. Daher werden beim Projekt MuT in acht Modulen die interkulturellen Kompetenzen von Personen aus öffentlichen Einrichtungen und Vereinen kostenlos gefördert. Bis 2012 sollen 40 Multiplikatoren aus dem Bezirk Kufstein ausgebildet werden, die LeiterInnen der Module stammen zur Gänze aus Tirol. Kayahan Kaya, als Geschäftsführer für die operativen Belange des 2007 gegründeten IGZ verantwortlich, konnte bisher 10 Anmeldungen aus Wörgl verzeichnen und führt demnächst Gespräche mit 12 Personen aus den Umlandgemeinden. Bürgermeisterin Wechner bekräftigte, dass Integration nicht auf eine Stadt beschränkt werden könne, vor allem die Zusammenarbeit mit Kufstein, das mit ähnlichen Problemen konfrontiert ist, sei zu fördern. Wichtig sei das Kennenlernen und aufeinander Zugehens sowie der Spracherwerb, der erst einen Dialog mögliche. Österreich sei historisch betrachtet ein Einwanderungsland, allein in Wörgl seien 64 Nationen vertreten. Wechner berichtete, der Anteil von Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft betrage 14 %, insgesamt 20 % der Bevölkerung haben Migrationhintergrund.

Auf die Frage nach der weiteren Vorgehensweise bezüglich Wörgls Wohnungsvergaberichtlinien – Eine „Deutschklausel“ wurde ja vom Land Tirol als nicht rechtskonform abgelehnt – befürwortete die Bürgermeisterin eine nochmalige Überarbeitung. Die Einforderung von Sprachkenntnissen bei der Bewerbung um eine Gemeindewohnung sei keineswegs diskriminierend, sondern solle motivieren, im gegenteiligen Fall erweise man den MigrantInnen einen Bärendienst. Ein diesbezügliches Gutachten eines Linzer Verwaltungsjuristen liege bereits vor. Für Wechner als Lehrerin und Politikerin sei es nicht vorstellbar, wie man lange in Österreich leben könne, ohne Deutsch zu beherrschen. Für IGZ-Obfrau Moritz steht die Frage im Vordergrund, warum die Bereitschaft zum Deutsch Lernen teileweise fehle. Häufige Ursachen seien ihres Erachtens die mangelnden Kenntnisse der eigenen Muttersprache, die Verwendung einer anderen Schrift sowie das Bildungsniveau.

Es sei jedodoch ein Trugschluss, dass mit Deutschkenntnissen sämtliche Probleme bewältigt werden könnten, so Peter Warbanoff. Ausschlaggebend für viele Streitigkeiten seien häufig banale Themen wie Gebäudereinigung, Lärmbelästigung oder Müllentsorgung. Dies gelte jedoch nicht nur für MigrantInnen – „Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe“, brachte es Bürgermeisterin Wechner auf den Punkt. Für Christian Kovacevic liegt ein großer Anteil des Konfliktpotenzials erfahrungsgemäß in alltäglichen Problemen, aus denen leicht eine gewisse Abneigung, etwa gegen den Islam, resultieren kann. Er sieht darin die Notwendigkeit einer grundlegenden Anti-Rassismus-Arbeit begründet. Abschließender Appell von Bürgermeisterin Hedi Wechner: "Wir sitzen alle in einem Boot und wir laden alle ein, mitzurudern."

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2000 Euro für krebskranke Kinder

Einen Scheck über 2000 € übergaben Bgm. Hedi Wechner, Obmann-Stellvertreterin der SPÖ Wörgl, und Frauenvorsitzende Helga Linser am 09. März an Dr. Ursula Mattersberger von der Tiroler Kinderkrebshilfe. Um Familien zu unterstützen, die durch Krebserkrankungen in finanzielle Engpässe geraten sind, wurden die Reinerlöse der Adventverkaufsstände der letzten Jahre von der SPÖ-Ortsgruppe auf diesen Betrag aufgerundet.

Ein besonders gutes Ergebnis konnte bei der Adventaktion 2010 erzielt werden, die erstmals im Rahmen des Wörgler Christkindlmarktes im Stadtpark Seniorenheim stattfand. Parteiobmann GR Christian Pumpfer und seine beiden Stellvertreter Bgm. Hedi Wechner und Andreas Kovacevic, Kassier GR Christian Kovacevic und Schriftführer Bastian Wiedl bewirteten zahlreiche Gäste mit Punsch, Glühwein, Würsteln und gefüllten Krautwicklern. „Verkaufsschlager“ waren wieder Helga Linsers selbst gemachte Weihnachtsengel und die Keksteller der SPÖ-Frauen.

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Energieautarkie 2025... Leisten wir genug für dieses Ziel?

Ob der Einsatz dafür, bis 2025 unabhängig von externen Energielieferungen zu sein, ausreicht, ist schwer zu sagen. Man kann schließlich nie genug für die Umsetzung dieses ehrgeizigen Ziels tun. Die Hauptaufgabe der Politik besteht darin, dem Bedürfnis der Bevölkerung nach Kosteneinsparung und Versorgungssicherheit nachzukommen, daher ist die SPÖ für die Förderung von „sanften Energien“, Wärmedämmung und E-Mobilität.

Unsere Stadtwerke nehmen eine Vorreiterrolle im Bereich Alternativenergien ein. Ich erinnere nur an das letztjährige Solarstrom-Projekt, bei dem man sich durch den Erwerb von „Sonnenscheinen“ an drei neuen Photovoltaikanlagen beteiligen konnte – Für 900 € auf 20 Jahre eine jährliche Stromlieferung von ca. 450 kWh, unabhängig von Preisentwicklungen! Diese Scheine waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Der frühere Stadtwerke-Geschäftsführer Helmuth Müller hat eine Vielzahl von Maßnahmen eingeleitet, die uns dem Ziel der Energieautarkie ein großes Stück näher brachten. Mit Reinhard Jennewein wurde, trotz unnötigen Widerstands von FPÖ, Grünen und der vereinigten ÖVP, ein Nachfolger installiert, der den Betrieb und die Materie kennt wie kein Zweiter. Die SPÖ wünscht ihm an dieser Stelle alles Gute!

Jeder Einzelne sollte sich bemühen, den Energieverbrauch, der hohe CO2-Emissionen verursacht, zu senken. Durch Sparlampen, Wäscheleine statt Trockner, leichte Reduktion der Raumtemperatur, Ausstecken des Handy-Ladegeräts, frische Lebensmittel aus der Region statt Tiefkühlprodukten und natürlich Verzicht aufs Auto kann der private CO2-Ausstoß stark verringert werden. An diesen Beispielen wird deutlich, Fragen der Energieeffizienz durchdringen viele Bereiche des Alltags. Deshalb sind wir alle dazu aufgerufen, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen, damit wir 2025 glaubwürdig versichern können, als eine der ersten Städte Tirols energieautark zu sein.

Melanie Unterganschnigg

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Faschingsparty der SPÖ Wörgl

Gut besucht war die diesjährige Unsinnigen-Donnerstags-Veranstaltung am 3. März. Im Saal des Volkshauses legte man zur Stimmungsmusik von DJ Mitch heiße Sohlen aufs Parkett – sowohl Paartänzer als auch Polonäsen hauten kräftig auf die Pauke – während in der in der Schnapsbar in den Räumlichkeiten des Pensionistenverbandes in schummriger Atmosphäre gescherzt, geschäkert und diskutiert wurde.

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TT-Forum zum Thema Nordtangente

Großen Zulaufs erfreute sich die von der Tiroler Tageszeitung veranstaltete Podiumsdiskussion am Mittwoch, den 9.2.2011, im Volkshaus. Insbesondere die vom Bauvorhaben stark betroffenen BewohnerInnen des Wörgler Gießens zeigten sich interessiert an den Vorgängen um die geplante zwischen Wörgl-West und -Ost parallel zur Autobahn verlaufende Umfahrungsstraße, die bisher zu ca. einem Drittel fertig ist.

Nach einleitenden Worten von TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern standen Bürgermeisterin Hedi Wechner (SPÖ) und Verkehrsreferent Ing. Emil Dander (Unabhängiges Forum) den ca. 120 anwesenden BürgerInnen Rede und Antwort. Der Eingangsbemerkung Zenhäuserns, Wechner und Dander würden politisch „aus der selben Richtung kommen“, wurde von letzterem vehement widersprochen. Die Stadt rechnete 1999 noch mit Gesamtkosten von 11,4 Millionen € für das Projekt und rief mit der WIG (Wörgler Infrastruktur GmbH) ein Tochterunternehmen ins Leben, das seither u.a. für die Nordtangente zuständig ist. Die durch die WIG erzielte Steuerersparnis in der Höhe von 2 Millionen ist aktuell Gegenstand externer Prüfungen, da diese Summe vom Finanzamt zurückgefordert wird. Als Begründung hierfür nannte Bgm. Wechner eine Gesetzesänderung während der Amtszeit Wilhelm Molterers, der zufolge die Vorsteuerabzugsberechtigung für Straßenbauten für das Bundesministerium für Finanzen keine Gültigkeit mehr habe (Über den Einspruch beim Unabhängigen Finanzsenat wurde noch nicht befunden, Wechner und Dander rechnen damit, dass die Summe zurückgezahlt wird).

Zwischen 2003 und 2004 wurde die Zufahrt zur SPAR-Zentrale errichtet, jedoch erst Jahre später nach Anbindung an die Autobahn in Betrieb genommen. Aufgrund des Hochwassers 2005 musste man dann das Straßenniveau um eineinhalb Meter erhöhen, um mehr Sicherheit gewährleisten. Wegen Grundverhandlungen mit der ASFINAG verschob sich der Fertigstellungstermin immer weiter nach hinten.Die Nordumfahrung, die seit der Errichtung des Kreisverkehrs Wörgl-West 2009 als Erschließungsstraße fürs Gewerbegebiet dient, soll noch heuer bis Wörgl-Mitte weitergeführt werden, für 2014 ist dann die endgültige Fertigstellung geplant. Diese könnte sich jedoch wegen Problemen mit Grundeigentümern, allen voran mit der Wörgler Dorfinteressentschaft, möglicherweise erneut verzögern. Bisher flossen 10,2 Millionen € das Bauvorhaben, insgesamt soll es nun 17 Millionen kosten, ließ Bgm. Wechner wissen und stellte abschließend klar, es müsse trotz Finanzierungsproblemen vollendet werden. Somit gaben beide Diskutanten ein klares Bekenntnis zum Projekt ab, auch wenn laut Emil Dander erwartungsgemäß nur 20 % des Verkehrs von der B 171 auf die Nordtangente ausweichen würden. Der ehemalige Vize-Bgm. Andreas Obitzhofer (SPÖ), früher ebenfalls mit den Verkehrs-Agenden betraut, schätzte die Wirkung der Umfahrung, allein schon auf „Vignettenflüchtlinge“, deutlich höher ein und brach eine Lanze für seinen Amtsnachfolger Dander, als er meinte „Wenn man in der Stadt jemandem was Böses antun will, macht man ihn zum Verkehrsreferenten“.

Weiters wurde die Entlastung der Wildschönauer Straße, die von bis zu 8000 PWKs pro Tag befahren wird, mangelnde Lärmschutzmaßnahmen bei der Autobahn und das Parkplatzproblem bei der TGKK thematisiert. AnrainerInnen stellten auch Anfragen betreffend Bauarbeiten (Diese fänden gemäß einer Auskunft von Bgm. Wechner aufgrund der Errichtung von Betriebszufahrten statt) und dem starken Bus- und PWK-Verkehr auf der einspurigen Straße am Gießen.

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Was wünschen wir uns für Wörgl?

Die Zeiten der Briefe ans Christkind sind vorüber, die von manchen am Jahresende gefassten guten Vorsätze vielfach bereits wieder in Vergessenheit geraten. Die SPÖ will in den nächsten Jahren viel für Wörgl erreichen, mit frommen Wünschen allein sollte sich verantwortungsvolle Kommunalpolitik wohl kaum zufrieden geben.

Die Arbeit des Gemeinderats wird durch die angespannte wirtschaftliche Situation zunehmend erschwert. Gewünschte Projekte wie der Ausbau von Musikschule, Seniorenheim und Feuerwehrhaus warten auf ihre Umsetzung. Um diese nicht weiter zu verzögern, ist es in Zukunft nötig, finanzpolitisch über den Tag hinauszublicken. Zum heurigen Jubiläumsjahr (100 Jahre Markt-, 60 Jahre Stadterhebung) sind einige musikalische und gesellschaftliche Beiträge geplant, auch hier ist Budgetdisziplin zu wahren. Im Kulturausschuss sind wir bemüht, das öffentliche Leben in Wörgl kreativ und kosteneffizient mitzugestalten – „Nachahmungstäter“ sind erwünscht!

Die Stadt muss weiterhin dafür sorgen, dass Betriebe sich ansiedeln oder entwickeln und Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden. Die bisherige Dominanz des ungezügelten freien Markts steht jedoch in krassem Widerspruch zum Wunsch nach sozialer, wirtschaftlicher, energiepolitischer und ökologischer Nachhaltigkeit. Unsere Fraktion hält überdies ein Umdenken in der Raumentwicklungspolitik, auch hinsichtlich des gemeinnützigen Wohnbaus, für nötig. Gewiss hat jeder Anspruch auf eine erschwingliche Heimstätte, aber eine zubetonierte Stadt mit unzähligen leeren Großwohnungen und Verkaufsflächen ist keinesfalls wünschenswert.

Das Hauptziel von Bgm. Wechner und der SPÖ ist und bleibt die Erfüllung des Wunsches nach mehr Lebensqualität. Dazu beitragen sollen die Belebung der Bahnhofstraße, der Stadtpark und eine Verkehrsreduktion nach Vollendung der Nordtangente. Wir verdienen nämlich eine Stadt, in der man sich wohl fühlt.

Bastian Wiedl

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2011 - Das Jahr der Aufbruchs

Im neuen Jahr sind wir Menschen mit sozialdemokratischem Gedankengut dazu aufgerufen, eine Politik zu fordern und mitzugestalten, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingeht und dadurch eine Identifikation mit unserer Partei ermöglicht!

Nach wie vor unterscheidet sich sozialdemokratische Gesellschaftspolitik fundamental von konservativer. Unsere Grundwerte wie soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Solidarität, Freiheit und Toleranz sind auch auf kommunaler Ebene maßgebend! Wir richten uns vor allem nach dem Grundsatz, dass der Mensch im Zentrum unseres Handelns steht. Unsere Bemühungen setzen dort an, wo die Bevölkerung hautnah die Auswirkungen von Politik erlebt. Daher ist unser Ziel, konstruktive, ideenreiche und bürgernahe Politik zu gestalten.

Das Tempo gesellschaftlicher Veränderung ist enorm. Neue Milieus, Technologien, Informationsformen und Lebensrealitäten prägen sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum unsere Gesellschaft. Wir befassen uns ständig mit diesen von Brüchen und Widersprüchen gekennzeichneten Prozessen. Die Kommunikation mit den Menschen vor Ort, die Umsetzung verschiedener Projekte zum Wohle Wörgls sowie Einbindung der BürgerInnen in die Entscheidungsprozesse sind für uns von besonderer Bedeutung.

Wir werden verstärkt offene Diskussionsrunden und Projektinitiativen einrichten und betreuen, in denen – ohne „parteipolitische Scheuklappen“ – aktuelle Themen diskutiert und politische Aktionen geplant werden. Bei Interesse einfach melden: spoe.woergl@gmx.at; 0664/1231780

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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht das Team der SPÖ Wörgl!

v.l. vorne: Hedi Wechner, Bastian Wiedl, Markus Huber,

Christian Kovacevic, Robert Graus, Christian Pumpfer,

Hans-Peter Hager, Alois Tiso, Armin Steiner

nicht im Bild: Andreas Kovacevic, Melanie Unterganschnigg,

Erich Drixl, Georg Breitenlechner, Dietmar Holzmann

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Christbaum-Aktion zu gemeinnützigen Zwecken

Entsprechend der Idee von Ersatz-Gemeinderätin Melanie Unterganschnigg und Frau Monika Anker wurden am 22.12.2010 jene Tannenbäume, die zuvor den Wörgler Christkindlmarkt geschmückt hatten, im Stadtpark Seniorenheim verteilt. Armutsgefährdete Personen hatten seit November im Rotkreuz-Laden und im Caritas-Sozialmarkt entsprechende Gutscheine erhalten.

Melanie (im Bild v.l. mit ihrer kleinen „Weihnachtselfe“ Cornelia und zwei ehrenamtlichen Helferinnen vom Roten Kreuz) freute sich, ca. 20 Exemplare übergeben zu können und bedankt sich beim TVB Ferienregion Hohe Salve, dem Verein Shopping City Wörgl und der Stadtgemeinde für die Bäume, dem Blasihof Angerberg für die Netzmaschine sowie bei beim Bauhof und den beiden sozialen Organisationen für die bereitwillige Unterstützung.

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Weihnachtsbotschaft von Bgm. Hedi Wechner

Liebe Wörglerin, lieber Wörgler, sehr geehrte Damen und Herren!

Das Jahr nähert sich unaufhaltsam dem Ende. Die Zeit vor Weihnachten und zum Jahreswechse wird oft als die ,,stille Zeit" bezeichnet. Man blickt auf das vergangen Jahr zurück und zieht Bilanz. Für viele war 2010 nicht einfach. Die angespannte Wirtschaftslage hat deutliche Spuren hinterlassen, an den Folgen hat auch die Stadtgemeinde zu tragen. Viele wichtige, erstrebenswerte Projekte und Maßnahmen können noch nicht verwirklicht werden.

Dennoch lohnt es sich, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken und sich nicht entmutigen zu lassen. Die Wochen um den Jahreswechsel sind geeignet, über menschliche und soziale Werte nachzudenken, die nie ihre Gültigkeit verlieren. Vielleicht ist es auch nötig, seinen Umgang mit den Mitmenschen, die eigene Handlungsweise zu hinterfragen. Vor allem aber ist es wichtig, innere Ruhe und Gelassenheit zu finden.

Ich wünsche lhnen, sehr geehrte Damen und Herren, dass Sie friedvolle, besinnliche Stunden zu Weihnachten verbringen. Freude, Optimismus, Gesundheit und Erfolg mögen Sie ins neue Jahr begleiten,

Ihre Bürgermeisterin Hedi Wechner

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Was kann sich Wörgl noch leisten?

Die von unserer Finanzabteilung vorgelegte Finanzvorschau für das Jahr 2012 zeigt, dass wir mit frei verfügbaren Mitteln in der Höhe von ca. € 406.000,-- zu rechnen haben. Bereits in Planung befindliche Projekte wie Hochwasserschutz oder Kreisverkehr Poststraße usw. sind mit € 1.235.000,-- veranschlagt. Diese Projekte müssen durch Auflösung von Rücklagen finanziert werden.

In dieser GR-Periode stehen aber noch unzählige andere wichtige Projekte wie z.B. Feuerwehrhaus, Austausch der Drehleiter, Musikschule und Errichtung von Kinderbetreuungseinrichtungen an. Um dies alles anzugehen, ist es unumgänglich, eine Projektplanung auszuarbeiten, damit wir wissen, wann welche Projekte mit welchen Mitteln umgesetzt werden. Die Rücklagen sind nämlich nicht unbegrenzt und gehen auch einmal zu Ende.

Nachdem der Bürgermeisterin öffentlich mitgeteilt wurde, dass sie keine Finanzexpertin wäre, wurde ein Finanzausschuss unter der Führung des Obmannes Dr. Daniel Wibmer installiert. Von diesem Ausschuss vermisse ich aber bis jetzt konkrete Vorschläge, wie es in Wörgl weitergehen soll.

Vielmehr ist es Bgm. Wechner und den MitarbeiterInnen der Finanzabteilung zu verdanken, dass das Budget 2011 erstellt werden konnte. Hier fanden intensive Gespräche mit allen Ausschussobleuten statt, um ein geordnetes Budget zu erstellen. Für diese konstruktiven Gespräche ist jedem Ausschussvorsitzenden zu danken.

Mit der Planung der Budgets für die kommenden Jahre ist jetzt zu beginnen. Unsere Fraktion ist gerne bereit, ihre Empfehlungen und Ideen einzubringen. Wir können uns nicht mehr von Jahr zu Jahr „durchwurschteln“, sondern es muss ein Gesamtkonzept aufgestellt werden. Hier bin ich vor allem auf konkrete Vorschläge der selbsternannten Finanzexperten der Bürgermeisterliste Arno Abler gespannt.

GR Christian Pumpfer

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Geselliges Beisammensein beim 9. SPÖ-Weihnachtsstandl

Ein hervorragendes Ergebnis erzielte die traditionelle Adventaktion der SPÖ Wörgl, die am 11.12. im Zuge des Wörgler Christkindlmarktes im Stadtpark Seniorenheim über die Bühne ging. Parteikassier Christian Kovacevic rechnet mit deutlich über 1000 €, die nach Feststellung des tatsächlichen Reinerlöses an die Tiroler Kinderkrebshilfe übergeben werden können.

Bereits zum 9. Mal in Folge betrieb die Ortsgruppe ihren Weihnachtsstand, bei dem Glühwein, Punsch, heiße Würstel und - als besonderer Verkaufsschlager - gefüllte Krautwickler kredenzt wurden. Bürgermeisterin Hedi Wechner und Parteiobmann Christian Pumpfer, die selbst kräftig zupackten, freuten sich über den regen Besuch, darunter zahlreiche Mitglieder und Freunde der Stadtparteiorganisation. Die handgemachten Weihnachtsengel, das Apfelbrot und die Weihnachtskekse erfreuten sich wieder großer Beliebtheit!

Das Organisationsteam um Obmann-Stellvertreter Andreas Kovacevic bedankt sich herzlich bei den vielen helfenden Händen, insbesondere bei den Köchinnen und Bäckerinnen, die für den Erfolg des diesjährigen Weihnachtsstandes verantwortlich zeichneten.

Im Bild Hedi Wechner, Andreas Obitzhofer, Karin Holzer, Peter Holzer (v.li.)

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Soll in Schulen und Kindergärten Deutsch gesprochen werden?

Was für eine Frage?! Natürlich soll in unseren Schulen und Kindergärten Deutsch gesprochen werden!! Und nach Aussagen von Lehrern, Direktoren und Schulinspektoren wurde das auch in der Praxis immer schon so vorgegeben, auch wenn es bisher nicht „gesetzlich verordnet“ wurde (was übrigens rechtlich auch gar nicht möglich wäre). Es ist doch wohl unbestritten, dass wir alle eine gemeinsame Sprache benötigen, um uns verständigen zu können. Genauso fundiert sind aber auch die Erkenntnisse der Sprachwissenschaft, die uns zeigen, dass Kinder zuerst ihre Muttersprache richtig lernen müssen, bevor sie weitere Sprachen dazulernen können.

Deshalb gibt es in Wörgler Kindergärten und Schulen eine Vielzahl von Maßnahmen, die das Erlernen der deutschen Sprache fördern (Sprachstartklasse, Lesepatenschaft, Lernhilfe usw.) Das sind Maßnahmen, die von Experten ausgedacht wurden und die auch messbare Ergebnisse liefern. Mit einer schwammigen Pflicht oder Verordnung, oder wie auch immer es heißen mag, erreicht man wahrscheinlich gar nichts, zumal man Verstöße dagegen nicht einmal ahnden kann. In Wirklichkeit beherrscht der überwiegende Teil der Migrantenkinder die deutsche Sprache, für die anderen gibt es die bereits erwähnten Maßnahmen.

Die Kinder unterhalten sich großteils auf Deutsch. Sollten manche Migrantenkinder ihre Pausengespräche in ihrer Muttersprache führen, werden sie natürlich von den LehrerInnen darauf hingewiesen, dass Deutsch gesprochen werden sollte, und das genügt in der Praxis auch. Daher finde ich es ein wenig vermessen, wenn Politiker ausgebildeten Pädagogen Vorschriften machen wollen, als ob diese nicht besser wüssten, was für die Entwicklung der Schüler gut ist. Unsere Aufgabe ist es, professionelle Integrationsbemühungen gemeinsam zu unterstützen und nicht auf populistische, nicht ausgereifte Forderungen zurückzugreifen – mit mehr Verstand und weniger Emotionen!

GR Christian Kovacevic

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Ein populistisch motiviertes Misstrauensvotum gegen die Bürgermeisterin!

Vergiftete Stimmung bei der Gemeinderatssitzung am 4.11.2010 – Geht es nach ÖVP, FWL, Team Wörgl und Grünen, so soll der Gesellschaftsvertrag der Stadtwerke Wörgl dahingehend geändert werden, dass neben Bgm. Hedi Wechner auch Vize-Bgm. Evelin Treichl, StR Mario Wiechenthaler und GR Mag. Alexander Atzl zeichnungsberechtigt sind.

Laut Gesellschaftsrecht, TGO und Notar ist jedoch nur sie befugt, den Eigentümer, also die Stadtgemeinde, zu vertreten. Die ÖVP hatte den Gesellschaftsvertrag, in dem dies verankert ist, 2009 noch in den Himmel gelobt. Dr. Daniel Widmer, damals noch einfacher Gemeinderat, war federführend an der Verabschiedung desselben beteiligt gewesen. Nun, da Arno Abler nicht mehr Bürgermeister ist, herrscht plötzlich ein fadenscheiniger 3 ½-Parteien-Konsens zu Ungunsten der Bevölkerung, die nicht an derartigen Intrigen interessiert ist!

Hintergrund ist die Ernennung des neuen Stadtwerke-Geschäftsführers durch Bgm. Hedi Wechner. Die Bürgermeisterliste Arno Abler und ihr „ökologischer“ Ableger, das Team Wörgl, sowie Grüne und FWL in seltener Einigkeit, hatten bereits seit längerem mit der Forderung aufhorchen lassen, für die Ausschreibung des Postens (mindestens) 10.000 € auszugeben. Ein verheerendes Signal, führt man sich die aktuelle budgetäre Situation der Stadt vor Augen. Hedi Wechner machte mit der Bestellung Mag. Reinhard Jenneweins, der hohes Ansehen genießt, jedoch lediglich von ihrem Recht Gebrauch. Nur in Gemeinden mit über 20.000 EinwohnerInnen ist eine Ausschreibung verpflichtend.

Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Arno Abler, sein Stellvertreter Mag. Hans-Peter Hager sowie der bisherige Geschäftsführer DI Helmuth Müller hatten Bgm. Wechner den langjährigen Stadtwerke-Mitarbeiter Jennewein empfohlen. Wechner konnte sich im Zuge der Einreichung eines Projekts in Wien selbst von dessen Souveränität und fachlicher Versiertheit überzeugen, und präferierte daher eine interne Lösung. Von den Vorsitzenden der Gemeinderats-Fraktionen war Vize-Bgm. Dr. Andreas Taxacher der Einzige, der von Anfang an für eine Ausschreibung plädiert hatte.

Durch die mediale Debatte wird auch Reinhard Jennewein in Mitleidenschaft gezogen. Die Haltung der anderen Parteien wäre nur nachvollziehbar, wäre er für sie als Stadtwerke-Geschäftsführer inakzeptabel. Dies ist jedoch offensichtlich nicht der Fall. Wäre Jennewein nicht zum Zug gekommen, hätten die Stadtwerke wahrscheinlich einen hochqualifizierten Mitarbeiter verloren.

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Mitgliederversammlung der SPÖ Wörgl mit Neuwahl des Stadtparteiausschusses

Viele Parteigranden, aber auch einige neue Gesichter gaben sich bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 12.11.2010 im Volkshaus ein Stelldichein. Im Beisein von Landesgeschäftsführerin Dr. Christine Mayr und Wörgls Ehrenbürger Alt-Bürgermeister Herbert Strobl wurde Christian Pumpfer, der auch der Gemeinderatsfraktion vorsitzt, einstimmig zum neuen Stadtparteiobmann gewählt.

Bürgermeisterin Hedi Wechner, die im Vorfeld erklärt hatte, ihr sei es aus Zeitmangel nicht mehr möglich, die Ortsgruppe anzuführen, fungiert als Pumpfers Stellvertreterin, ebenso wie Andreas Kovacevic. Das Amt des Schriftführers übernimmt Bastian Wiedl, sein Substitut ist Melanie Unterganschnigg.

Nachdem Michael Pfeffer mit Ende August aus gesundheitlichen Gründen aus allen politischen Funktionen ausgeschieden war, hatte Christian Kovacevic die Schlüsselposition des Kassiers bereits interimistisch übernommen und wurde in dieser bestätigt. Mit Markus Huber hat ein Praktiker des Bankwesens die Stellvertretung inne. Damit ergibt sich im Parteivorstand ein Durchschnittsalter von nur 37 Jahren.

Die Stadtparteikontrolle setzt sich erneut aus Helga Linser, Peter Egger und Alois Tiso zusammen, auch der versierte Finanzexperte Mag. Hans-Peter Hager wird weiterhin in bewährter Manier für das Wirtschaftsreferat zuständig sein. Als BeisitzerInnen konnten neben altgedienten „Schlachtrössern“ mehrere junge Kräfte gewonnen werden, wie Mag. Sabine Steiner (28), Sylvia Lindner (25) und Florian Riedl (24). Hans Tschenet, Josef Winkler und Roland Priewasser wurden von den SPÖ-Vorfeldorganisationen Naturfreunde, Pensionistenverband und Kinderfreunde in den Ausschuss nominiert.

Der personelle Ausbau der Ortsgruppe, das Service für Mitglieder und all jene, die sich an die SPÖ wenden, die Gründung von überparteilichen Diskussionsrunden, die Unterstützung der Bürgermeisterin und der Gemeinderatsfraktion sowie die Verbreitung von Informationen sind zentrale Herausforderungen für die neue, hoch motivierte Stadtparteiorganisation.

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Wörgl – Eine Stadt für Kinder?

Wörgl - Die Stadt hat‘s! Wörgl – Unsere Energie! Wörgl - Die Shopping City! Klingt doch toll! Doch was wurde in den letzten Jahren für unsere Kleinen geleistet? Lobenswert ist sicherlich der Ausbau der Volksschule und des Kindergartens in der letzten Gemeinderatsperiode. Dem gegenüber hat man der Errichtung weiterer Spielplätze und Parkanlagen nicht so viel Bedeutung geschenkt wie so vielen anderen Bauten, welche wiederum nur zu stärkerem Verkehr führten.

Umso mehr freut es mich, dass bei der letzten Gemeinderatssitzung trotz Gegenstimme einiger Gemeinderäte die Errichtung zweier weiterer Spielplätze und der Erhalt eines bestehenden Spielplatzes beschlossen und somit ein weiteres Wahlthema der SPÖ schrittweise umgesetzt wurde!

Ebenso als positives Ereignis für unsere Kinder sehe ich den vom Kulturausschuss organisierten Christkindlmarkt, welcher heuer im Stadtpark Seniorenheim stattfinden wird und zu einer schönen vorweihnachtlichen Zeit für unsere Kleinen in Wörgl beitragen soll und wird.

Vielleicht sollten wir uns an dieser Stelle einmal kurz vorstellen, wie es wäre, wenn unsere Kinder das Sagen hätten, nach dem Motto „Gebt den Kindern das Kommando, denn sie berechnen nicht, was sie tun!“ Das wäre gewiss nicht in jeder Hinsicht vorstellbar, aber in manchen Belangen könnten wir sicher etwas von unseren Kindern lernen. Denn wie bereits erwähnt, berechnen sie nicht immer, was sie tun, geben uns ein gutes Beispiel bezüglich zusammenspielen bzw. -leben, egal woher jemand kommt, woran er glaubt und welche Muttersprache er spricht!

Kinder zeigen uns durch ihre Unkompliziertheit, wie einfach vieles gehen könnte! Deshalb sollten wir vielleicht doch das eine oder andere von ihnen lernen und insbesondere auf die Bedürfnisse, welche unsere Kinder in ihrer Stadt haben, verstärkt eingehen, damit die Frage ob Wörgl eine Stadt für Kinder ist, von ihnen mit einem klaren JA beantwortet werden kann.

Andreas Kovacevic

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Wurden mit der Stichwahl am 28.03.2010 die Weichen für Wörgl neu gestellt?

Die vom UFW in den Raum gestellte Frage kann meiner Meinung nach nur mit einem deutlichen „Ja! Natürlich“ beantwortet werden. An dieser Stelle sollen weder alte Geschichten aus der Zeit nach der Stichwahl, als bestimmte Fraktionen äußerst aggressiv und kopflos agierten, aufgewärmt noch Arno Ablers Leistungen während der vorhergegangenen 13 Jahre geschmälert werden.

Jedoch bewies Hedi Wechner während dieses halben Jahrs als Bürgermeisterin, dass sie für einen ganz anderen Politiker-Typ steht. Zeitgemäße Kommunalpolitik erfordert, bei allen bestehenden Auffassungsunterschieden, Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Daher bemüht sich Hedi seit Beginn ihrer Amtszeit, alle Fraktionen mittels Fairness und Feingefühl ins Boot zu holen. Es obliegt aber nicht der Bürgermeisterin allein, den sprichwörtlichen Karren aus dem Dreck zu ziehen. Zum Glück erweisen sich immer mehr VertreterInnen anderer Fraktionen als kooperativ und kreativ, was mich zuversichtlich macht, dass in unserer Stadt langsam ein anderer Politikstil einkehrt. Bei Gemeinderatsitzungen Prahl- und Schmähreden zu halten, ist heutzutage nämlich nur peinlich.

Die derzeitige Situation ist für niemanden einfach, der mit der Kommunalpolitik befasst ist. Die Rezession ist auch an den Gemeinden nicht spurlos vorübergegangen, im Gesundheits- (Stichwort Notarztstützpunkt) und Integrationswesen kommen Probleme auf uns zu, für deren Lösung es keinen „Königsweg“ gibt. Daher sind alle aufgerufen, gemeinsam ihr Bestes zu geben.

Es ist unzulässig, wenn Politiker denken, ihre Meinung wäre die einzig richtige und andere Ansichten hätten keinerlei Anteil an der Wahrheit. Vielmehr sollte eine Partei oder Liste meines Erachtens die Anliegen ihrer WählerInnen repräsentieren, nur die Kompromissbereitschaft aller ist dem Gemeinwohl von Nutzen. Bleibt zu hoffen, dass diese Denkweise weiter Einzug in die Wörgler Politik findet.

Melanie Unterganschnigg

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Statement des neuen Jugend- und Integrationsreferenten

Mit dem Ausschuss für Jugend, Bildung und Integration stehen wir vor einer enorm großen Herausforderung, da es sich um drei sehr weitreichende Themen handelt, die allerdings trotzdem viel Fingerspitzengefühl und ein gewisses Auge fürs Detail erfordern. Die Jugendarbeit in Wörgl ist bereits sehr gut aufgestellt – nicht zuletzt aufgrund des Engagements der SPÖ während der vergangenen Jahre. Jedoch sollte die Vernetzung zwischen den Institutionen sowie die Kundmachung in der Öffentlichkeit weiter vorangetrieben werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Jugendarbeit ist Integration, wobei bei diesem Thema die bereits vorhandenen Ressourcen eindeutig besser genutzt werden müssen. Das Ziel ist klar definiert: das Zusammenleben von Einheimischen und MigrantInnen angenehmer zu gestalten und diverse Reibungspunkte auszumerzen.

Über die Art und Weise, wie man Integrationsvorhaben in kürzester Zeit merklich näher kommen kann, wird bereits intensiv beraten und wir erhoffen uns, noch in diesem Jahr zählbare Ergebnisse präsentieren zu können. Maßnahmen gibt es bereits! Jetzt heißt es, diese endlich auch in die Praxis umzusetzen.

GR Christian Kovacevic

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Förderung von Elektromobiliät

Unsere Fraktion sieht die Förderung von Elektro-Mobilität keineswegs als Lippenbekenntnis. Der im letzten Gemeinderat eingebrachte Antrag der Grünen auf Förderung von Elektroscootern und –fahrrädern ist durchaus unterstützenswert. Sollte sich der eine oder andere für den Erwerb eines solchen Fahrzeuges entscheiden und somit öfters auf sein Auto oder Motorrad verzichten, würde unserer Umwelt ein guter Dienst erwiesen.

Auch für nicht mehr so fitte Personen würde die Subvention einen Anreiz zum Kauf darstellen, so könnten z.B. auch SeniorInnen wieder gemütliche Radausflüge unternehmen. Auch die Wirtschaft kann dadurch profitieren, da durch eine solche Förderung die Anschaffung für jeden Einzelnen günstiger wird und somit vielleicht mehr Elektrofahrzeuge gekauft werden.

Der Antrag wurde jedoch eingebracht, ohne sich davor Gedanken über das Vorhandensein eines Budgets zu machen. Es wurden auch noch keine Förderrichtlinien ausgearbeitet. Aus diesen Gründen hätte der Antrag wahrscheinlich keine Mehrheit im Gemeinderat erhalten. Unserem Vorschlag, den Antrag zurückzustellen und ihn bei der Budgeterstellung für das Jahr 2011 zu berücksichtigen, wurde von allen Fraktionen zugestimmt.

Dank gebührt vor allem der Grünen Fraktion, die ebenfalls dazu bereit war, den Antrag zurückzustellen und nicht versucht hat, ihn auf Biegen und Brechen „durchzuboxen“. Dadurch wurde dem Gemeinderat Zeit verschafft, in den diversen Ausschüssen eine Formulierung der Förderrichtlinien auszuarbeiten. Nun können bei den nächsten Budgetgesprächen Finanzmittel für die Förderung von Elektorscootern und – fahrrädern bereitgestellt werden.

Aus unserer Sicht kann daher nicht davon gesprochen werden, dass es sich dabei nur um ein Lippenbekenntnis handle. Vielmehr war es eine verantwortungsvolle und kluge Entscheidung des Gemeinderates, für eine derartige Förderung zuerst auch ein Budget zur Verfügung zu stellen und den eingebrachten Antrag nicht gleich abzulehnen.

GR Christian Pumpfer

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Kulturpolitik ist sein Leben

Mike Pfeffer tritt mit 31.08. aus gesundheitlichen Gründen zurück. Der Obmann des Ausschusses für Bildung, Integration und Jugend, stellvertretende Kulturreferent und ehemalige Stadtrat blickt auf 12 Jahre erfolgreicher politischer Tätigkeit zurück. Gemeinderat, Ausschussvorsitzender und Kassier der Ortsgruppe (interimistisch) wird Christian Kovacevic. Danke für alles und Freundschaft, Mike!

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SPÖ-Bezirkstag feiert zehnjähriges Bestehen

Seit zehn Jahren tourt der SPÖ-Landtagsklub durch die Bezirke Tirols, um Einrichtungen und Betriebe zu besuchen und mit der Bevölkerung zu sprechen. Bei der gestrigen Runde durch den Bezirk Kufstein wurde quasi Geburtstag gefeiert. „Unser Klub ist nach dem Prinzip der BereichssprecherInnen organisiert, deshalb ist es notwendig, über den eigenen Bezirk hinauszuschauen und die Wünsche und Anregungen mitzunehmen", erklärt Klubobmann Ernst Pechlaner.

Soziallandesrat Gerhard Reheis nutzte die Gelegenheit, um die Altenwohnheime in Wörgl und Kufstein zu besuchen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende dieses Jahres alle Tiroler Altenheime kennen zu lernen. Gesprächsthema war in beiden Fällen eine anstehende Erweiterung, aber auch Kurzzeitpflege, Personal und die Neugestaltung des Pflegeschlüssels.

Im Bild LA Klaus Gasteiger, Verwaltungsdirektor Harald Ringer, Bgm. Hedi Wechner, LHStv. Hannes Gschwentner, Pflegedienstleiterin Annemarie Dinkhauser und LR Gerhard Reheis (v.li.)

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Sommer in der Stadt

„I renn zur Gaudi durchn Brunna am Stachus

Geh durch d‘Fuaßgängerzone patschnaß

I schau ma japanische Touristn o

Beim Glocknspui aufm Marienplatz.

I fahr zum Badn mitn Radl an d‘Isar

Lieg auf de Kieslstoana am Strand

I sitz im Biergartn drauß in da Woidwirtschaft

Und lösch mit a Maß mein Sonnabrand.“

In „Sommer in der Stadt“ besang die Spider Murphy Gang 1982 Münchens vielfältige Freizeitmöglichkeiten – Fußgängerzone, Sightseeing, Radfahren und Biergärten finden aber auch in unserer kleinen Metropole gegenwärtig mehr oder minder großen Anklang.

Leider scheiterte die SPÖ-Forderung nach einer Fußgängerzone bisher aus unerfindlichen Gründen an politischen Mitbewerbern und Kaufmannschaft. An lauen Sommerabenden durch eine verkehrsberuhigte Innenstadt zu schlendern wäre dieserorts jedoch ebenso attraktiv wie in München oder Italien.

Zwar zieht das sommerliche Wörgl keine Besucherscharen an, die viel diskutierte Doppellooping-Rutsche wird daran nicht viel ändern. Eine kulturelle Belebung unserer Stadt, in Kooperation mit den vielen Geschäften und Lokalen, würde jedoch auch die Wirkung auf Gäste steigern.

Gerade an warmen Tagen ist das Fahrrad das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Die SPÖ tritt dafür ein, das bestehende Radwegenetz zu erweitern, damit Jugendliche, Familien und ältere Menschen sicher und schnell Touren unternehmen oder ins WAVE bzw. zu anderen Badeanstalten gelangen können.

Offenbar ist ein Biergarten für viele Menschen von enormer Wichtigkeit – Die Bürgermeisterin wird alle Interessierten noch zu einem Infoabend zum Thema Gradl-Anger einladen. Jedenfalls bedarf es neben einem solchen Gastrobetrieb meines Erachtens eines echten Stadtparks am Fischerfeld als Ort der Erholung.

Mit diesen Gedanken verabschiedet sich die SPÖ Wörgl in eine aktive Sommerpause. Geschätzte LeserInnen, genießen Sie die heiße Jahreszeit, ob hier in der Stadt oder an Ihrem Urlaubsort!

Bastian Wiedl

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Wörgl – Eine „junge“ Stadt?!

Bestimmt ist Wörgl historisch betrachtet noch eine sehr junge Stadt. Doch wie sieht es mit unseren Bürgerinnen und Bürgern aus? Ist Wörgl auch für Junge und Junggebliebene ein geschätzter Heimatort? Es gibt zahlreiche Facetten, die das Leben junger Menschen mehr oder weniger interessant gestalten können, und in vielen Bereichen kann die Gemeindepolitik diese Entwicklung beeinflussen.

Beginnend bei Spielplätzen, Einrichtungen für Jugendliche (wie z.B. das Jugendzentrum ZONE, welches lange von der SPÖ gefordert und in der letzten GR-Periode endlich realisiert wurde) oder Veranstaltungen für junge Erwachsene. Denkt man aber an diverse Maßnahmen der vergangenen Jahre, die dazu dienen sollten, jugendliches „Untreiben“ zu unterbinden, stellt sich die Frage, ob noch mehr Beschränkungen oder Verbote die richtige Lösung sind.

Zweifelsohne wird es immer Personen geben, die nicht genügend Rücksicht auf andere Mitglieder der Gesellschaft nehmen, indem sie die Nachtruhe stören oder sogar Vandalenakte durchführen. Allerdings sollte, daraus resultierend, keine Sperrstunde für ALLE ins Leben gerufen werden oder gar ein übermotivierter Security-Dienst, der in jedem Passanten oder Lokalbesucher einen potenziellen Übeltäter vermutet, engagiert werden.

Oft wird den heutigen Jugendlichen unterstellt, dass sie kein angebrachtes Verhalten mehr an den Tag legten. „Früher hätte es so etwas nicht gegeben!“, hört man immer öfter. Doch entspricht es wirklich der Wahrheit, dass vor 20 Jahren die Nachtschwärmer so sehr gesitteter und leiser oder die Feste etwa „friedlicher“ als heute waren?

Egal ob jung oder alt – man sollte generell versuchen, Toleranz und das nötige Verständnis für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger aufzubringen, ungeachtet ihrer Gesinnung, ihres Aussehens oder ihrer Herkunft. Denn das ist es, was einen frischen, jugendlichen Geist ausmacht und was sich eine junge Stadt wie Wörgl verdient hätte!

Christian Kovacevic

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Welchen Wert haben Wahlversprechen?

Durch die neuen Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat besteht zwar die Chance auf eine konstruktivere und transparentere Zusammenarbeit, jedoch wird jede Fraktion gezwungen sein, hinsichtlich ihrer Wahlversprechen Kompromisse einzugehen. Bestimmte polemische Forderungen, wie dass „unsere Kultur erhalten bleiben“ müsse (Stichwort „Deutschpflicht im Jugendzentrum“) dürften ohnehin nicht ganz ernst gemeint gewesen sein und nur dem Stimmenfang gedient haben.

Die SPÖ versprach den WörglerInnen nicht das „Blaue vom Himmel“, auch auf die Gefahr hin, unspektakulär zu wirken. Dafür sind unsere Vorhaben, z.B. Fußgängerzone, mehr Kleinwohnungen oder Mutter-Kind-Parkkarte, durchaus verwirklichbar (sofern sie nicht durch diverse Kollaborationen vereitelt werden).

Dass Dr. Daniel Wibmer, anfangs um schlankere Strukturen bemüht, nunmehr Vorsitzender eines fragwürdigen Finanzausschusses, auf den Kurs seiner aufgrund Verlusts des Bürgermeistersessels beleidigten Fraktion einschwenkte, bestätigt die bewährte ÖVP-Maxime „Politik als Selbstbedienungsladen“. Zumal Wibmer von der „Nr. 8“ zum Stadtrat avancierte – Was wiederum die Idee der Direktwahl von Mandataren ad absurdum führt.

Aber auch der Sinneswandel manch anderer betreffend Verwaltungsreform ist der Glaubwürdigkeit ihrer Partei nicht gerade dienlich. Plötzlich herrscht seltene Einigkeit unter jenen, die im Wahlkampf lauthals forderten, es müsse effizient und kostengünstig gearbeitet werden. Anstatt einzusparen gibt es nunmehr 17 Ausschussobleute bzw. RerentInnen, schließlich müssen alle Gruppierungen bedient werden.

Parteien werden nach wie vor daran gemessen, inwieweit sie ihre Versprechen umsetzen können. Daher sind sie gut beraten, vor der Wahl unpopulistische Forderungen zu erheben, sich danach engagiert um deren Realisierung zu bemühen und dabei Gemeinwohl vor Eigeninteressen zu stellen.

Bastian Wiedl

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Hochwasserschutz – Nach wie vor ein bedeutendes Thema!

Deshalb bemüht sich Bgm. Wechner seit ihrem Amtsantritt beim Bund um mehr Fördergelder sowie bei Gemeinde Kundl um eine Kooperation bezüglich Lahnbach. Die Gießenräumung muss mittlerweile alle zwei Jahre erfolgen (zuvor alle fünf Jahre).

Die SPÖ-Bgm. von Wörgl und Kundl, Hedi Wechner und Anton Hoflacher, haben bereits vereinbart, die Planungskosten von 100.000 € für den Hochwasserschutz unter den beiden Gemeinden aufzuteilen. Die für die Maßnahmen veranschlagte Gesamtsumme, ca. 6 Mio. €, wird von Bund und Land übernommen – Eine mündliche Zusage liegt vor.

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Wie viel Atempause verträgt Wörgl?

Geschätzte Wörglerinnen und Wörgler! Keine Angst, den von der ÖVP propagierten Stillstand wird es nicht geben. Dafür gibt es aus der letzten Gemeindratsperiode noch genügend Beschlüsse für Projekte, die auf ihre Umsetzung warten. Als Beispiele will ich hier anführen: das Fachwerkcenter auf dem ehem. Gelände der Eurospar, das M5 auf dem Scheffold-Areal, der Autopark im Osten sowie das Heizkraftwerk an der Hagleitnerstr.

Für manche dieser Projekte müssen, damit sie umgesetzt werden können, neue Straßen gebaut (Verlängerung Brucknerstr. zur Hagleitnerstr.), Straßen geöffnet (Johann-Federer-Str.) und Kreisverkehre (Wörgl West) zweispurig ausgebaut werden. Obwohl von den Bauwerbern Erschließungskostenbeiträge bezahlt werden, muss von der Stadt ein nicht unerheblicher Anteil der Kosten getragen werden.

Für das geplante Heizkraftwerk wird so nebenbei ein Teil der versprochenen 5.000 m² Freifläche samt Baumbestand geopfert. Nicht zu vergessen sind auch die bereits beschlossenen Wohnungsbauten (Hagleitnerstr., Fischerfeld, Gradl-Areal). Wie Sie sehen, wird in Wörgl auch die nächsten Jahre fleißig weitergebaut. Bevor jedoch weitere Einkaufstempel entstehen, sollten zuerst die leer stehenden Verkaufsflächen gefüllt werden.

Aus meiner Sicht ist es in dieser Gemeinderatsperiode Zeit, sich den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung anzunehmen. Hierzu gehören vor allem die Erweiterung des Seniorenheims, eine Lösung für die Musikschule, Neu- bzw. Umbau des Feuerwehrhauses und der Hochwasserschutz. Weiters ist das Projekt Stadtpark am Fischerfeld möglichst schnell umzusetzen.

Auch in Sachen Fußgängerzone Bahnhofstr. wird es noch Gespräche geben, obwohl hier die ÖVP, ohne sich konkrete Vorschläge anzuhören, bereits abgewinkt hat. Atempause heißt für uns nicht Stillstand, sondern soll unserer Stadt zu dauerhafter, ausdauernder Bewegung ohne Atemschwierigkeiten verhelfen.

GR Christian Pumpfer

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Hoch 1. Mai SPÖ Wörgl!

Bei strahlendem Sonnenschein feierte unsere Ortsgruppe heute ausgelassen - mit Speis & Trank, tollem Spielefest, zünftiger musikalischer Umrahmung des Schatzberg-Duos, Tombola und zahlreichen "Stargästen" wie dem Genossen LR Reheis oder Wörgls Kulturreferenten Mag. Johannes Puchleitner. Danke an alle Mitwirkenden!

Nach anfänglichen Problemen (Bachsteine im Schacht) verlief die erste Etappe des Maifestes am 30.04. sehr erfolgreich - So viele Besucher wie lange nicht! Während der feuchten und stürmischen Nacht konnten alle Attacken auf unseren stolzen Baum - u.a. von Stadtcafe-Wirt Mike Hutterer (mit Fuchsschwanz) - abgewehrt werden!

Bereits 1890 fanden in Österreich Maifeiern mit großen Arbeiterdemonstrationen statt. Die Hauptparole war „8-8-8“: Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf, acht Stunden Erholung. Seit den 50-er Jahren pflegt die SPÖ Wörgl alljährlich die Tradition, beim Volkshaus einen Maibaum aufzustellen und gemeinsam den Kampftag der Arbeiterbewegung zu feiern.

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Hedi Wechner als Bürgermeisterin von Wörgl angelobt

Hedi Wechner ist nun offiziell Bürgermeisterin der Stadt Wörgl. Zusammen mit Ihren Bürgermeisterkollegen wurde sie in Innsbruck von LH Günther Platter angelobt.

"Ein guter Tag für die Sozialdemokratie", meint Landesparteivorsitzender Hannes Gschwentner, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Wir haben im Verhältnis zu 2004 Bürgermeister und eine Bürgermeisterin dazu gewonnen, jedoch auch einige Orte sehr knapp verloren", erinnert Gschwentner z.B. an Lienz und Langkampfen. "Eines ist aber klar erkennbar: mit starken und ehrlichen Persönlichkeiten sowie sozialdemokratischer Handschrift kann die Tiroler Bevölkerung von der guten und wichtigen Arbeit der SPÖ-Tirol überzeugt werden", ist Gschwentner abschließend zuversichtlich, dass die Gemeinderatswahlen ein markanter Wendepunkt für die Sozialdemokratie in Tirol sein werden.


Das Team für Wörgl - Listenpräsentation der SPÖ

Die SPÖ Wörgl unter Vizebürgermeisterin Hedi Wechner stellte am vergangenen Samstag die Kandidatenliste zur bevorstehenden Gemeinderatswahl vor: Mit einer bunten Mischung aus alten „Schlachtrössern“ und Newcomern erklärte Hedi Wechner ihr Ziel: „Ich will Bürgermeisterin von Wörgl werden!“

WÖRGL (Februar 2010). „Die Stadt Wörgl und Ihre BürgerInnen brauchen wieder Zeit zum Atmen. Jahrelang wurde nur gepusht, die Lebensqualität der BürgerInnen blieb auf der Strecke“, erklärte die Wörgler SP-Spitzenkandidatin Hedi Wechner das gemeinsame Ziel Ihrer Liste. Die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl am 14. März besteht aus einem Mix von „alten Schlachtrössern, angeführt von Hedi Wechner selbst und Stadtrat Mike Pfeffer sowie dem versierten Finanzexperten Hans-Peter Hager (Platz fünf), und von Newcomern wie Christian Pumpfer (Platz drei), Christian Kovacevic (Platz vier) sowie Melanie Unterganschnigg (Platz sechs).

Hedi Wechner selbst peilt – nachdem sie bei der vergangenen Wahl die Bürgermeisterstichwahl um eine Hand voll Stimmen verpasst hatte – zumindest die Stichwahl an und will die erste Bürgermeisterin von Wörgl werden. Im Gemeinderat sollen künftig sieben Sozialdemokraten über Wörgler Projekte mitbstimmen. Neben der Lebensqualität gehören auch eine Mutter-Kind-Parkkarte, die Aufstockung der Stadtpolizei, eine Fußgängerzone in der Bahnhofstraße und die Bereitstellung von mehr Kleinwohnungen zu den erklärten Zielen der Sozialdemokraten. Umgekrempelt soll auch der Kulturausschuss werden, geht es nach den Wünschen von Stadtrat Mike Pfeffer: „Dieser Ausschuss ist zum reinen Subventionsvergabeausschuss verkümmert. Die Kulturszene in Wörgl muss wieder belebt werden, auch mit städtischen Ideen!“

Im Bild (von links nach rechts): Alois Tiso, Markus Huber (dahinter), Melanie Unterganschnigg, Christian Pumpfer (dahinter), Mag. Hans-Peter Hager, Spitzenkandidatin Hedi Wechner, Christian Kovacevic, Mike Pfeffer, Andreas Kovacevic bei der Listenpräsentation

Die ersten zehn Kandidaten:

Bürgermeisterkandidatin Hedi Wechner

Mike Pfeffer

Christian Pumpfer

Christian Kovacevic

Mag. Hans-Peter Hager

Melanie Unterganschnigg

Andreas Kovacevic

Markus Huber

Alois Tiso

Robert Graus

Die weiteren Gereihten sind: Bastian Wiedl, Erich Drixl, Helga Linser, Elisabeth Lengauer, Rudolf Koller, Roswitha Lenzi, Armin Steiner, Anton Eder, Mag. Sabine Steiner, Georg Breitenlechner, Manfred Hörl, Elisabeth Egger, Andreas Obitzhofer, Andrea Reiter, Marco Hirzinger, Elisabeth Graus, Peter Egger, Thomas Haberl, Gabriele Hörl, Johann Tschenett, Waltraud Schett, Peter Holzer, Sylvia Lindner, Kurt Walter, Dietmar Holzmann, Peter Fresacher, Roland Priewasser, Karin Holzer, Goran Lazic, Mag. Irene Turin,Robert Prosch, Marco Pircher, Franz Baumann, Robert Egger.

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